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Bertelsmann startet Pubbles für iPad und Co.

Pünktlich zur Frankfurter Buchmesse stellen die Bertelsmann-Töchter Direct Group und DPV Gruner + Jahr ihren digitalen Kiosk “Pubbles” vor. Das Angebot soll verlagsübergreifend funktionieren und auf unterschiedlichsten Geräten laufen. Bisher sind aber nur sieben der angekündigten 30 Verlage mit im Boot. Inhalte lassen sich nur auf dem iPad und Rechnern lesen. Und das Handelsblatt als einzige Zeitung im Sortiment sorgt für User-Frust. Denn in der hauseigenen App zahlen Sie mehr als bei Pubbles.

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Der Plan der Direct Group und DPV Gruner + Jahr: ein verlagsübergreifendes Angebot an Zeitschriften, Zeitungen und Büchern. Die Inhalte sollen sich über iPhone, iPod touch, iPad und über die Pubbles-Homepage auf ganz normalen Rechnern abrufen lassen. Vorerst kommen aber nur iPad-User in den Genuss.

Angebot noch "überschaubar"
Zum Start ist das Sortiment noch etwas mau: Verfügbar sind unter anderem die Titel Handelsblatt, Gala, Wirtschaftswoche, Die Zeit, Landlust und Öko-Test. Von 30 angekündigten Verlagen machen zum Start nur sieben mit. Dazu gehören neben Gruner + Jahr auch noch der Zeit-Verlag, die Verlagsgruppe Handelsblatt, IDG, der Jahr Top Special Verlag, Computec sowie die Mediengesellschaft Ulm. Bücherfans können in 3.000 Titeln stöbern. Verträge mit Axel Springer, Bauer, Burda und dem Spiegel lassen noch auf sich warten. Neben E-Paper-Ausgaben von Zeitungen und Zeitschriften können User auch eBooks über Pubbles beziehen.

Bertelsmann ist aber nicht der einzige Player im Markt, der die Vermarktung von Printerzeugnissen auf Tablets und Co. voranbringen will. Der WeTab-Hersteller Neofonie versucht sich ebenfalls an einem Kiosk für Verlags-Produkte. Und auch der BDZV hat eine 20-köpfige Expertentruppe einberufen, die sich mit der Vermarktung von Abos auf Tablets befassen soll.

Die Konkurrenz schläft nicht
Und auch Apple schraubt an einem hauseigenen “iKiosk”. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, soll sich der geplante Shop am iBook-Store orientieren. Der Konzern aus Cupertino will den Verlegern die Allianz mit diversen Software-Lösungen schmackhaft machen. Von einer Einigung seien alle Gesprächspartner aber noch weit entfernt. Das Problem ist, wie so oft, das Geld. Denn beim App-Store verlangt Apple wie auch bei Musik einen Umsatzanteil von 30 Prozent.

Pubbles soll allen interessierten Verlagen offenstehen. Das Lesen soll auf allen gängigen Mobilgeräten mit Browser und App- Unterstützung ebenso möglich sein wie am Computerschirm. “Für die Zeitschriftenverlage hat Pubbles den großen Vorteil, dass sie ihre Kundenbeziehungen beibehalten können”, sagte ein Direct- Group-Sprecher. Zum Start sorgte die iPad-App allerdings schon für erboste Kommentare von Handelsblatt-Fans. So kostet eine Ausgabe in Pubbles 2,10 Euro, die Handelsblatt-App selbst kostet 2,39 Euro.

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