„Social Network“: Facebook-Film startet furios

Hollywoodreifer Start des mit Spannung erwarteten Facebook-Films: Der am Freitag in den US-Kinos angelaufene Blockbuster "The Social Network" spielte am ersten Wochenende 23 Millionen Dollar ein – und damit bereits etwa die Hälfte der Produktionskosten. Die Kritik für den Streifen von Kultregisseur David Fincher fiel dabei sehr positiv aus. Nur zwei Erzfeinden des Facebook-Gründers konnte die Darstellung Zuckerbergs nicht beißend genug sein: Die Brüder Winklevoss erneuern im neuen Spiegel ihre Vorwürfe.

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Hollywoodreifer Start des mit Spannung erwarteten Facebook-Films: Der am Freitag in den US-Kinos angelaufene Blockbuster "The Social Network" spielte am ersten Wochenende 23 Millionen Dollar – und damit bereits etwa die Hälfte der Produktionskosten ein. Die Kritik für den Streifen des Kultregisseurs David Fincher fiel dabei sehr positiv aus. Nur zwei Erzfeinden des Facebook-Gründers konnte die Darstellung Zuckerbergs nicht beißend genug sein: Die Brüder Winklevoss erneuern im neuen Spiegel ihre Vorwürfe.

Der Hype der vergangenen Wochen hat geholfen: Seit Freitag läuft "The Social Network" in den US-Kinos – und die amerikanischen Cineasten kommen in Scharen, um sich über die vermeintliche Demontage des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg ein Urteil zu bilden.
Rund 23 Millionen Dollar hat "The Social Network" bereits am Startwochenende eingespielt – das dürfe etwa die Hälfte der Produktionskosten sein, die Sony (Columbia Pictures) investiert hat. Die David Fincher-Verfilmung, die sich damit ungefährdet den ersten Platz der US-Kinocharts vor "Legend of the Guardians" und Oliver Stones "Wall Street"-Fortsetzung sicherte, liegt damit im Rahmen der hohen Erwartungen. Optimistische Schätzungen waren gar von einem Einspielergebnis in Höhe von 25 Millionen Dollar ausgegangen.

Kritik feiert Fincher-Film überschwänglich

Für den Verleiher Sony ist das Debüt einer der meist erwarteten Filme des Jahres ein voller Erfolg: "Das ist fantastischer Start", dröhnt Sony Distribution Chief Rory Bruer. "Wir hatten gute Kritiken, einen großartigen Start, alles lief für uns: Und wir glauben, dass kann es noch für eine lange, lange Weile", so das PR-Statement der Verleiherfirma. Sony erwartet Einspielergebnisse von insgesamt bis zu 100 Millionen Dollar.

Während der wirtschaftliche Erfolg des "Social Networks" noch abgewartet werden muss, feiert zumindest das Feuilleton den neuen Streifen des Kultregisseurs David Fincher ("Fight Club", "Der seltsame Fall des Benjamin Button") bereits als großen Wurf. "Die Darstellung des Facebook-Gründers und des Durchbruchs zieht einen in den Bann und lässt einen zwei Stunden nicht mehr los", schreibt etwa das "Wall Street Journal". 

Lob für Facebook-Film: "Einige Szenen verfolgen einen wochenlang"

Die "Entertainment Weekly" adelt: "’The Social Network‘ hat alles, was es für einen gutgemachten Thriller braucht: Eine große Portion Ego, falsches Spiel, Verrat und gut differenzierte Darstellungen." Und die "New York Daily News" resümiert: "Selbst Wochen nachdem man den Film gesehen hat, verfolgen einen einige Szenen."

Das gilt wohl in ganz besonderem Maße für die beiden maßgeblich Leidtragenden der immer noch nicht abgeschlossenen Facebook-Fehde – die Brüder Winklevoss, die Mark Zuckerberg einst mit der Programmierung der Website "Harvard Connection" beauftragten, die als geistiger Vorläufer von Facebook gilt.

Winklevoss-Brüder: "Eine nettere Variante der Realität"

Im heute erscheinenden Spiegel, der ausführlich über den Facebook-Film berichtet, äußern sich die ausgebooteten früheren Geschäftspartner Zuckerbergs vernichtend über den einstigen Kommilitonen: "Mark Zuckerberg ist komplett skrupellos, ohne Fünkchen Moral und bereit, alles zu tun, um jemand zu bescheißen", so die Anschuldigung der Brüder.

Im Film komme Zuckerberg noch viel zu gut weg: "Sein Filmcharakter zeigt einen inneren Kampf, zumindest Ansätze von Reue und Gewissen. Der Zuckerberg, den wir kennen, hat in all den Jahren keine dieser Emotionen erkennen lassen. Der Film ist eine nette Variante der Realität", so das abschätzige Urteil von Cameron Winklevoss, der auf Basis neuer Beweise aus den Grünungsmonaten mit seinem Brüder eine zweite Klage gegen Zuckerberg anstrebt.  

Pünktlich zum Filmstart ist damit zumindest eines klar: Die Saga um die Facebook-Gründung ist längst noch nicht zu Ende. Deutsche Kinobesucher können sie ab Donnerstag mit eigenen Augen verfolgen.

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