Senat dementiert Focus-Bericht zu von Beust

Der Hamburger Ex-Bürgermeister Ole von Beust stehe kurz vor dem Eintritt in die Anwaltskanzlei Prinz Neidhardt Engelschall. Dies meldete der Focus am Sonnabend vorab und handelte sich damit postwendend ein Dementi ein. Die ehemalige Sprecherin des Politikers, Kristin Breuer, erklärte gegenüber MEEDIA: "Da ist nichts dran, die Meldung ist falsch." Kopf der Kanzlei ist Promi-Anwalt Matthias Prinz. Doch nicht mit diesem werde von Beust zusammenarbeiten, sondern stattdessen in seine alte Kanzlei zurückkehren.

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Die Vertragsverhandlungen sollen kurz vor dem Abschluss stehen, hatte der Focus berichtet. Die Hamburger Senatssprecherin Breuer bestätigte zwar, dass Ole von Beust Prinz sehr gut kenne, "das ist aber auch schon alles". Tatsächlich soll der langjährige Politiker wieder in der auf Wirtschafts- und Wettbewerbsrecht spezialisierte Kanzlei Achnitz, von Beust, Schulz und Siepert einen Schreibtisch erhalten. Dabei stehe, so Breuer, die Tätigkeit bei der Unternehmensberatung Roland Berger, die von Beust im September aufgenommen hatte, im Vordergrund.
Prinz‘ Ehefrau, die PR-Expertin Alexandra von Rehlingen, hatte den Ex-Politiker Mitte September zur Eröffnung einer Boutique eingeladen. Dort trat der Jurist erstmals mit seinem 19-jährigen Lebenspartner auf. Offenbar war das Outing allerdings alles andere als geplant. Aus dem Umfeld des Ex-Politikers verlautete, von Beust habe die Öffentlichkeitswirkung seines Auftritts angeblich falsch eingeschätzt.
Nachdem die Hamburger Morgenpost über den gemeinsamen Besuch mit seinem Partner berichtet hatte, machten auch andere Blätter, die den Begleiter zuvor als "25-jährigen Großcousin" des Politikers bezeichnet hatten, die Sache zum Thema. Ole von Beust, der als Politiker sein Privatleben stets vor der Öffentlichkeit abschirmte, hatte daraufhin gegenüber Bild die Beziehung zu dem 36 Jahre jüngeren Partner eingeräumt.

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