Tomorrow Focus verkauft Playboy-Mehrheit

Häschen-Zuwachs für den Focus: Der gleichnamige Magazin Verlag erwirbt von der Tomorrow Focus AG (TFAG) deren 50,39 Prozent der Anteile an der Playboy Deutschland Publishing GmbH. Damit bündelt Burda sämtliche Aktivitäten der Lizenz-Marke im Printbereich. Der Verkauf ist sofort wirksam. Wie die TFAG mitteilte, liegt der Übernahmepreis bei 6,2 Millionen Euro und orientiert sich an einem unabhängigen Wertgutachten. Erst kürzlich war die Lizenz um zehn Jahre verlängert worden.

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Hintergrund für den Verkauf könnte sein, dass die Vermarktungserlöse der Web-Aktivitäten unter den Erwartungen geblieben sind. Für das Geschäftsjahr 2009 meldete die TFAG bei der Playboy Publishing GmbH zwar einen Umsatz in Höhe von 13 Millionen Euro, verbuchte aber nur ein mageren Vorsteuergewinn von 100.000 Euro. Auch wenn sich im ersten Halbjahr 2010 eine Erholung abzeichnete (5,6 Millionen Euro Umsatz und ein EBITDA von 0,4 Millionen Euro), dürfte diese vor allem auf die Zuwächse im Printanzeigengeschäft zurückgehen.
Wie aus dem Unternehmensumfeld verlautet, gab es vor allem im Bereich der lukrativen Apps Probleme mit der Platzierung der Marke. Aufgrund der restriktiven Vorgaben von Apple scheiterten offenbar Versuche, eine Playboy-gerechte Bunny-App fürs iPhone oder das iPad lizensiert zu bekommen.

Die Veräußerung der Anteile ist laut Mitteilung der TFAG Teil der im Frühjahr verabschiedeten Unternehmensstrategie. Im Zuge einer weiteren Portfoliooptimierung sieht diese Strategie die Konzentration auf rein internetbasierte Unternehmensaktivitäten vor. In diesem  sich das Unternehmen bereits in Gesprächen überZusammenhang befinde den Zukauf weiterer profitabler Internetunternehmen in den Bereichen
E-Commerce und Advertising.

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