Junge Freiheit investiert mehr als 500.000 Euro

Die rechtskonservative Wochenzeitung Junge Freiheit hat offenbar wohlhabende Unterstützer gefunden: Das Blatt mit einer Auflage von rund 18.000 Exemplaren (IVW 2/2010) leistet sich laut FR-Online einen "teuren inhaltlichen und layouttechnischen Relaunch". Hinzu komme eine Kampagne mit halbseitigen Anzeigen (u.a. in SZ und FAZ), "die noch einmal eine halbe Million Euro kostet".

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Junge-Freiheit-Chefredakteur Dieter Stein spricht von guten Zeiten für ein rechtskonservatives Medium. "Der Überdruss an einer fast ausschließlich links- bis linksliberal ausgerichteten Medienlandschaft wächst. Die Junge Freiheit ist die Antwort darauf."
Zusätzliche Impulse für ein rechtskonservatives Medium erhofft sich Stein durch aktuelle politische Diskussionen, wie sie unter anderem Thilo Sarrazin angestoßen hat. Der ehemalige Bundesbanker diktiere der Republik in einer Brandrede, welchen Hauptherausforderungen sie begegnen müsse, wenn die Nation nicht untergehen wolle. "Der Bundestag bildet das Meinungsspektrum der Bevölkerung nicht ab. Die bürgerlichen Parteien sind nicht in der Lage, den Willen der Bürger, die keine linke Politik wollen, adäquat zu artikulieren."
Die Junge Freiheit wurde bis 2005 vom Verfassungsschutz beobachtet. Grund dafür war, dass sie "immer wieder mit revisionistischen Artikeln und Autoren Anlass dafür bot", berichtet FR-Online. Mittlerweile habe Stein jedoch dafür gesorgt, dass die Wochenzeitung sich behutsam von den Rechtsextremen abgesetzt habe. Dennoch seien Rechtsextremismus-Experten überzeugt, "dass die JF noch an der Verbreitung von neonationalsozialistischem Gedankengut mitwirkt".

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