GEZ-Mitarbeiter müssen Strafe zahlen

Nach einem Korruptionsskandal bei der GEZ sind heute die Urteile vor dem Wuppertaler Amtsgericht gesprochen worden: Ein Mitarbeiter muss 7.200 Euro Strafe zahlen, gegen zwei andere wurden die Verfahren gegen Zahlung von 3.000 und 40.000 Euro eingestellt, so die dpa. Sie hatten sich von einer Firma Besuche einer Erotikbar, von Spitzenrestaurants sowie der VIP-Loge bei einem Fußballspiel bezahlen lassen.

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Im Gegenzug hatte die GEZ, die die Rundfunkgebühren für die öffentlich-rechtlichen Sender einzieht, Aufträge an die Wuppertaler Firma für Computeranlagen mit sechsstelligem Volumen erteilt, berichtet die dpa. Insgesamt waren fünf GEZ-Mitarbeiter angeklagt, drei wurden verurteilt.
Der Vertriebsleiter der Computerfirma bekam wegen Vorteilsgewährung neun Monate Haft auf Bewährung und muss zudem 50.000 Euro an gemeinnützige Vereine zahlen. Sein Chef, der die Ausgaben als Spesen abgezeichnet hatte, muss laut der dpa 40.000 Euro zahlen.
In einer Stellungnahme zu den Vorwürfen hatte sich die GEZ von den Taten ihrer "ehemaligen Mitarbeiter" distanziert. Dem für den Einkauf verantwortlichen Mitarbeiter war fristlos gekündigt worden, so die dpa. Der zweite GEZ-Mitarbeiter war zum Zeitpunkt der Ermittlungen bereits im Ruhestand.

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