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Die umsatzstärksten US-Medienkonzerne

Um 6,1 Prozent hat der Umsatz von US-amerikanischen Medienunternehmen im ersten Halbjahr 2010 zugelegt. 2009 war es noch ein Minus von 3,8 Prozent. Auch die Werbeeinnahmen stiegen mit 5,7 Prozent stark an, geht aus einer Advertising-Age-Studie hervor. Das Fachmagazin listet seit 1981 die umsatzstärksten Konzerne: Auf den vorderen Plätzen liegen dieses Mal vor allem Kabelnetzbetreiber, Internetprovider sowie Anbieter von Kabel-, Satelliten-, und Internetfernsehen.

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Platz eins im Ranking belegt – wie im vergangenen Jahr – der Kabelnetzbetreiber Comcast. In den Top 10 folgen ihm DirecTV, Walt Disney, Time Warner, News Corp, Time Warner Cable, NBC Universal, Dish Network Corp, AT&T und Cox Enterprises.
Die Anbieter von Online-Diensten erzielen durchwachsene Ergebnisse in dem AdAge-Ranking. Google verbessert sich um eine Position auf Platz 13; Facebook schießt auf Rang 69 und befindet sich damit erstmals in den Top 100. Dennoch verschlechtert sich das Ergebnis der digitalen Branche um 1,7 Prozent, weil Yahoo, AOL, Monster Worldwide und Myspace (News Corp.) Verluste eingefahren haben.
Noch schlechter fiel das Ergebnis in der Printbranche aus: Zeitungen büßten im vergangen Jahr 21,5 Prozent ihres Umsatzes ein, Zeitschriften 19,6 Prozent. Die Werbeerlöse im Magazin-Bereich sind 2010 aber wieder gestiegen. Wie Time Warner, Mutterkonzern des Verlags Time Inc., mitteilte, hätten die Werbeeinnahmen um fünf Prozent zugelegt. 26 Millionen Dollar erzielte die Branche mit Printwerbung und 21 Millionen Dollar (Zuwachs um 20 Prozent) steuerten die digitalen Angebote der Magazine bei. Digitale Werbung machte 14 Prozent von Time Incs. gesamten Werbeerlösen im ersten Halbjahr 2010 aus.
Auch im klassischen Fernsehen rechnen die Unternehmen mit besseren Zeiten. Nachdem die Umsätze 2009 um 13,2 Prozent zurückgegangen waren, sollen sie in diesem Jahr wieder steigen. Gründe dafür sind der sich erholende Werbemarkt und geplante Ausgaben der politischen Parteien, die nach und nach wieder in den Wahlkampf investieren.
Alle Zahlen zusammengenommen, ergab sich 2009 ein Umsatz von 309 Milliarden US-Dollar für die 100 größten Medienkonzerne der USA. Das entsprach einem Minus von 3,8 Prozent und war die erste negative Entwicklung, seit AdAge die Studie durchführt.

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