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Chefredakteur Uzulis verlässt den Südkurier

Überraschender Personalwechsel an der Spitze des Südkuriers: Chefredakteur André Uzulis muss nach MEEDIA-Informationen seinen Schreibtisch schon nach vier Monaten wieder räumen und Platz machen für seinen Stellvertreter Stefan Lutz. Wie es aus dem Unternehmensumfeld heißt, habe die Chemie zwischen dem 45-Jährigen und Geschäftsführer Rainer Wiesner nicht gestimmt. Nachfolger Lutz war bereits Interims-Chefredakteur des Holtzbrinck-Titels mit Zentralsitz in Konstanz.

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Uzulis übernahm im Juni ein frisch überarbeitetes Blatt. Sein Vorgänger, der Interims-Blattmacher Lutz, hatte drei Monate zuvor gerade die Holtzbrinck-Zeitung frisch renoviert. Der ehemalige Springer-Mann Lutz trat mit dem Uzulis-Einstieg wieder als Vize ins zweite Glied.

Der gebürtige Hannoveraner Uzulis hatte bis dahin fast sein gesamtes Berufsleben in Norddeutschland verbracht. Er volontierte bei der Braunschweiger Zeitung, arbeitete für die dpa in Hannover und war von 1998 bis 2002 stellvertretender Chefredakteur und Lokalchef der Nordsee-Zeitung in Bremerhaven. Zwischen den Wechseln des 45-Jährigen vom Nordkurier zum Südkurier leitete Uzulis noch kurz die Wirtschafts-Tageszeitung "Nachrichten für den Außenhandel" in Frankfurt am Main.

Mit dem Abgang des Kurzzeit-Chefredakteurs endet auch ein ungewöhnliches Kapitel des Bewerber-Castings für Chefredakteure. Beim Südkurier hatte man die Stelle per Annonce quasi öffentlich ausgeschrieben.

Bei der Auflage hat sich der Südkurier in den vergangen Krisenjahren wacker geschlagen. Die Konstanzer kommen auf einen Gesamtverkauf von 132.076 Exemplaren. Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr nur ein Minus von einem Prozent. Innerhalb der letzten fünf Jahre verlor die Holtzbrinck-Zeitung sieben Prozent.
Der Verlag hat den Personalwechsel bislang noch nicht offiziell bestätigt.

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