„In Mainz machen sie groteske Fehler“

Seitenhieb gegen den Ex-Konkurrenten: Der langjährige Programmchef des Ersten, Günter Struve, hat sich über die Programmplanung des Zweiten amüsiert. "Unsere Fernsehlandschaft wird auch von Sendern geprägt, die nicht begreifen, was ihre Zuschauer wollen", sagte Struve auf einer Veranstaltung der UFA in Berlin Dies führe unter anderem dazu, "dass sie in Mainz groteske Fehler machen". Andere wollen in diese Falle nicht tappen: Eine exakte Quotenmessung für das Pay-TV ist beispielsweise auf dem Weg.

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Struve, der heute als freier "Medienberater" firmiert, nannte das ZDF nicht namentlich – und dennoch war auf einem Kongress für Mitarbeiter der Bertelsmann-Produktionsfirma UFA klar, dass der Mainzelmännchen-Kanal gemeint war. Struve sprach unter anderem davon, dass sich das Zweite überrascht davon zeigte, dass eine aufwändige Produktion absolut floppte, die allerdings gegen den letzten Tag der Olympischen Spiele geschaltet worden sei. Struve: "Wer Mathematik und Instinkt nicht in Übereinstimmung bringen kann, der kann beim Fernsehmachen versagen."
Während Struve angab, er habe sein "ganzes Leben von Prognosen gelebt", wird hierzulande bald auch das Bezahlfernsehen auf bessere Möglichkeiten zurückgreifen können, um die Bedürfnisse ihrer Zuschauer ermitteln zu können. Katharina Behrends, Chefin der deutschen NBC-Sender, sagte auf der UFA-Veranstaltung: "Die GfK-Quote für Pay kommt. Daran arbeite ich gerade." Sie bedauerte, dass Deutschland der einzige europäische Markt sei, in dem Pay-TV "noch immer stiefmütterlich behandelt wird".

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