GE und Comcast verbünden sich

Umwälzungen auf dem Medienmarkt der USA: General Electric (GE) und der Kabelnetzbetreiber Comcast begründen ein Gemeinschaftsunternehmen, dessen Mittelpunkt NBC Universal ist. Dazu tritt der hoch verschuldete französische Vivendi-Konzern seine NBC-Anteile an GE ab. Jeff Zucker, Chef von NBC Universal, hat seinen baldigen Rückzug angekündigt. Der glücklose Manager wird von Comcast-Lenker Steve Burke abgelöst. Auch CNN bekommt einen neuen Leiter: den gelernten Journalisten Ken Jautz.

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Hintergrund beider Personalien sind Verschiebungen bei den TV-Marktanteilen in den USA, die NBC und CNN als größte Verlierer zurückließen. Die Kooperation des Mischkonzerns General Electric mit Comcast war aber schon seit langem eingefädelt. Für knapp 20 Prozent an NBC zahlt GE 5,8 Milliarden Dollar an Vivendi. Der französische Konzern will mit den Erlösen unter anderem das Telekom-Unternehmen SFR vollständig übernehmen.
Der Abtritt von Senderchef Jeff Zucker ist insofern überraschend, als sein Vertrag erst kürzlich bis 2013 verlängert worden war. Zucker war seit knapp 25 Jahren bei NBC und hatte sich vom einfachen Angestellten hochgearbeitet. Der neue Senderchef Steve Burke kommt von Comcast und wird die Strategie des Joint Ventures umsetzen, nämlich möglichst viele Inhalte von NBC Universal über möglichst alle digitalen Kanäle an den Kunden zu bringen.
Der gleichzeitige Führungswechsel bei CNN, das zu Time Warner gehört, überrascht Beobachter nicht – der Nachrichtensender hat im vergangenen Jahr 36 Prozent seiner Marktanteile eingebüßt und ist weit hinter Fox News and MSNBC zurückgefallen. Der neue Chef Ken Jautz kommt vom kleineren Schwestersender HLN, den er erfolgreich umstrukturiert hat. Jautz hat seine Karriere als Reporter und News-Redakteur begonnen.

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