Stoiber zieht sich aus ZDF-Verwaltungsrat zurück

Der ehemalige Bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber verlässt den ZDF-Verwaltungsrat. Er macht damit den Weg frei für Horst Seehofer, den er als seinen Nachfolger vorschlägt. Das geht aus einem Schreiben an den Verwaltungsratsvorsitzenden Kurt Beck hervor, das Faz.net vorliegt. Darin schlägt Stoiber auch eine Bresche für die gedruckten Medien.

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Nachdem er sich 17 Jahre als Vertreter der Länder im Verwaltungsrat "für eine positive Entwicklung des ZDF engagiert" habe, sei jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, diese Aufgabe zurückzugeben, schreibt Stoiber an Beck. Als Nachfolger auf seinem Posten wünscht er sich den Bayerischen Ministerpräsidenten Seehofer: "Den Platz im ZDF-Verwaltungsrat sollte eine Persönlichkeit einnehmen, die aktive Verantwortung für die Medienpolitik in Deutschland trägt. Ich hoffe, dass mein Nachfolger im Amt des Bayerischen Ministerpräsidenten diese Arbeit fortsetzen kann."
Mit seinem Abschied setzt sich der CSU-Mann gleichzeitig für einen entschlossenen Schritt in Richtung Werbefreiheit als Markenzeichen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und ein "faires Gleichgewicht" mit Printmedien ein. So wachse mit der Digitalisierung und dem Internet auch das Konkurrenzverhältnis der öffentlich-rechtlichen Angebote zu den Printmedien. "Es wäre sehr problematisch, wenn die Qualität unserer Zeitungen durch eine zu starke quantitative Ausdehnung der öffentlich-rechtlichen Medien in eine Schieflage geriete", schreibt Stoiber.

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