Spiegel verkauft 15.000 digitale Ausgaben

Spiegel-Geschäftsführer Ove Saffe hat in einem Interview mit der Süddeutschen erstmals Zahlen zum Verkauf der iPhone- und iPad-Apps genannt. Demnach wurden die Apps auf beiden Geräten rund 300.000 mal runtergeladen und ca. 15.000 digitale Ausgaben des Spiegel werden über die App verkauft. Insgesamt erziele der Verlag mit Apple siebenstellige Erlöse. Für Spiegel TV sieht Saffe eine Zukunft als Web-TV-Sender. Haupt-Umsatz- und Gewinnbringer bleibe aber auch in Zukunft das Magazin.

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Zwei Drittel des Gesamtumsatzes beim Spiegel Verlag, stammen demnach vom Print-Magazin. 2010 werde ein sehr gutes Jahr für den Spiegel Verlag werden, sagte Saffe der SZ. Vor allem der Vertrieb sei optimiert worden und erwirtschafte mittlerweile die gleiche Rentabilität wie das Anzeigengeschäft. Auch mit der Bordauflage verdiene man beim Spiegel Geld.

Saffe: “Von den Print-Zahlen sind unsere elektronischen Medien noch weit entfernt.” In Zukunft sei aber denkbar, dass irgendwann die Gewinne aus den digitalen Geschäften, den Rückgang bei Print überkompensieren. Bei den digitalen Produkten plane man nicht nur mit Apple, sondern rechne mit weiteren Anbietern von Tablet-PCs und Smartphones.

Spiegel Online schreibe im fünften Jahr hintereinander Gewinne. Pläne, das Online-Angebot oder Teile davon künftig als Bezahl-Inhalt anzubieten, gebe es nicht. Saffe: “Spiegel Online war, ist und bleibt frei zugänglich.” Für die Zukunft ist sich Saffe aber sicher, dass der gedruckte Spiegel das Verlags-Erzeugnis mit den meisten Lesern und den höchstem Umsatz bleiben wird.

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