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Drohende Austrittswelle beim Radioverband

Deutsche Radiomacher sind unzufrieden mit ihrem Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT). Für TV- und Radiosender ist die Lobby-Institution zuständig – doch "es stehen ständig Fernseh-Interessen im Vordergrund", sagte Christophe Montague, Chef der französischen NRJ-Radiogruppe, die bundesweit große Sender betreibt, zu Spiegel Online.

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Bei der Regelung von Gewinnspielen oder der Werbefreiheit der ARD-Radiostationen fühlten sich private Sender besonders schlecht vertreten, berichtet Spiegel Online. Ebenfalls auffällig sei bei der Verleihung zum Deutschen Radiopreis gewesen, dass es kaum ein Radiomacher in die Presse schaffte. Es seien fast ausschließlich TV-Persönlichkeiten zu sehen gewesen.
Viele private Radiosender überlegen laut Spiegel Online, aus dem VPRT auszutreten. Aus einer internen Mail will das Web-Magazin erfahren haben, dass die Firma "Regiocast", die Anteile an Sendern wie dem "Berliner Rundfunk", "94.3 rs2" oder "Radio PSR" hält, zum Jahresende dem Lobbyverband den Rücken kehrt. Stationen des Nordwest-Zeitungs-Verlages könnten folgen, heißt es.

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