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ARD: Und ewig bläst der „Sturm der Liebe“

Feierstimmung am Fürstenhof: Die ARD-Sendung "Sturm der Liebe" zelebriert am Sonntag ihren fünften Geburtstag. Damit ist sie nicht nur die älteste Telenovela im deutschen TV, sondern mit einem stabilen Marktanteil von 20 Prozent auch die erfolgreichste. "Ein Ende ist momentan nicht in Sicht", sagt Produzentin Bea Schmidt. Der Produktionsauftrag der Nachmittagssendung laufe zwar nur noch bis Ende 2011. "Ob dies das tatsächliche Ende sein wird, darüber entscheiden auch unsere Zuschauer."

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Dreh- und Angelpunkt von "Sturm der Liebe" ist das Fünf-Sterne-Hotel Fürstenhof. Im Fokus der Handlungen stehen die Beziehungsgeschichten der Familie Saalfeld, die Inhaber des Hotels ist, und die ihrer Angestellten. Seit 2005 macht die Mischung aus Liebe, Leid und Leidenschaft die Telenovela sturmfest auf ihrem Sendeplatz um 15.10 Uhr.
"Als 2005 der ‚Sturm der Liebe‘ startete, hatten wir vom Ersten einen Produktionsauftrag über 100 Folgen", sagt Schmidt gegenüber MEEDIA. "Die Geschichten haben aber schnell viele Zuschauer in ihren Bann gezogen. Derzeit drehen wir Folge 1137 und die Romanze unseres sechsten Traumpaares." Damit wird die Telenovela ihrem Genre per Definition nicht mehr ganz gerecht: Eine Eigenschaft dieser speziellen Serienform ist, dass sie ein klar festgelegtes Ende hat und maximal über ein Jahr läuft.
Weltweit wird die Sendung in 17 Ländern ausgestrahlt und erreicht nach eigenen Angaben Zuschauer in allen Altersklassen und sozialen Milleus. In Europa gilt sie als derzeit erfolgreichste Telenovela, gemessen an den Formatverkäufen. So läuft "Sturm der Liebe" unter anderem in der Slowakei, in Lettland, Bulgarien, Belgien und Italien – dort hat die Serie mit dem Titel "Tempesta d’amore" im Vergleich die größte Fangemeinde. Hierzulande ist sie die am häufigsten aufgenommene Fernsehsendung: In der VHS-Videoaufnahme-Hitliste 2009 (1. Halbjahr) der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AFG) ist "Sturm der Liebe" unter den ersten 40 Plätzen gleich 25 Mal vertreten und damit absoluter Serienfavorit.
"Vom Start weg hat sich ‚Sturm der Liebe‘ in kürzester Zeit zur Lieblingsserie eines Millionenpublikums im Ersten entwickelt", sagt  ARD-Programmdirektor Volker Herres gegenüber MEEDIA. "In einer Zeit, in der es immer schwieriger wird, neue Formate zu etablieren, ist der einzigartige Erfolg von ‚Sturm der Liebe‘ umso höher einzuschätzen." Auch das ZDF versucht sich seit dem 20. September mit dem Start der neuen Telenovela "Lena – Liebe meines Lebens". Doch wird die Sendung, die vor allem auf Krimi-Elemente setzt, nicht in direkter Konkurrenz zur Bavaria-Produktion antreten. Der Sendeplatz ist um 16.15 Uhr und schließt damit direkt an die 50-minütige ARD-Telenovela an.
Zur Jubiläumssendung, die am Montag ausgestrahlt wird, hat sich das "Sturm der Liebe"-Team eine Besonderheit einfallen lassen: Stargast Nina Ruge wird im Fürstenhof einchecken. Drei Folgen wird die Moderatorin sich selbst spielen. Zuvor nächtigten auch Thomas Gottschalk, Maria Riesch, Patrick Lindner und Monica Lierhaus in dem Nobel-Hotel.
Außerdem schenkt sich das Team, das aus rund 150 Mitarbeitern hinter den Kulissen besteht,  zum Fünfjährigen den ersten Dreh in Italien. Ende November werden die Szenen aus Verona mit dem Traumpaar Eva und Robert sowie Hildegard und Alfons ausgestrahlt.
Ob die Telenovela das Zeug für den Deutschen Fernsehpreis hat, wird sich am 9. Oktober zeigen. Bis dahin können die Zuschauer für die beste deutsche Serie abstimmen. "Ich denke, grundsätzlich haben wir gute Chancen, weil wir eine große Fangemeinde haben. Die Frage ist nur, wie viele Zuschauer machen sich die Mühe und voten über das Internet", so Schmidt. Wenn die über 22.000 Facebook-Fans von "Sturm der Liebe" ihrem Serienliebling ihre Stimme geben, sollte eine Platzierung unter den Top 3 zu schaffen sein.  

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