Social Media wichtige Quelle für Redakteure

Soziale Netzwerke haben die Arbeit der Journalisten grundlegend verändert. Twitter, Facebook & Co. sind für einen Großteil der britischen, deutschen und französischen Redakteure und Reporter längst eine probate Recherche-Quelle. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von PR-Dienstleister Cision und der Universität von Sunderland. Über 80 Prozent der 549 befragten Journalisten nutzen Social Media-Dienste – nicht nur um sich zu informieren, sondern auch um ihre Artikel und sich selbst zu vermarkten.

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Bei der Frage, ob soziale Tools eine wichtige Rolle bei ihrer Arbeit spielen, sind sich 50 Prozent der deutschen und französischen Journalisten einig. In Großbritannien war die Zahl sogar höher: Sie liegt bei 74 Prozent. Am meisten werden von den Journalisten Netzwerke wie Facebook, Twitter und LinkedIn genutzt.

Wenn es um die Überprüfung von Fakten geht, greifen die Journalisten eher zu Presse-und PR-Mitteilungen oder Websites von Unternehmen (mehr als 70 Prozent). Auch bei Wikipedia schlagen die Journalisten gerne nach – vor allem in Deutschland „wo die Leute fast doppelt so häufig Wikipedia nutzen als anderswo“, sagt Falk Rehkopf von Cision Deutschland. „60 Prozent nutzen Wikipedia mindestens ein Mal pro Woche, nur 22 Prozent nutzen Blogs und 34 Prozent Nachrichten-Agenturen“, hieß es weiter. Insgesamt sei Wikipedia allerdings nicht wichtiger als die anderen Social-Media-Quellen, so das Resümee der Untersuchung.
An der Studie nahmen 279 Journalisten aus Großbritannien, 131 aus Deutschland und 139 aus Frankreich teil.

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