ZDF schafft „Grand Prix der Volksmusik“ ab

Es hat sich ausgeschunkelt: Das ZDF hat sich gemeinsam mit den Fernsehanstalten aus Österreich (ORF), Schweiz (SF) und Südtirol (Rai Sender Bozen) dazu entschlossen, den "Grand Prix der Volksmusik" abzuschaffen. Das berichtet Spiegel Online mit Verweis auf dpa. In diesem Jahr feierte der Gute-Laune-Wettbewerb sein 25. Jubiläum, verlor aber über die Jahre kontinuierlich an Quote: Von Anfangs über 10 Mio. erreichte die Show 2010 nur noch 3,88 Mio. Zuschauer. Nun soll die Show ein neues Konzept bekommen.

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In der Mitteilung heißt es: "Wir denken, nach der Jubiläumssendung vom 28. August (…) ist ein optimaler Zeitpunkt für das Finale dieser traditionsreichen Sendung gefunden worden." Schon in diesem Jahr wurde das einstige Sendungsmodell zumindest hierzulande eingekürzt: Es gab keinen deutschen Vorentscheid.
Wie das neue Konzept aussehen soll, ist noch unbekannt. Ebenso ist unklar, wann die neue Show ausgestrahlt werden soll. Feststeht hingegen, dass das neue Format in Zusammenarbeit von ORFR, ZDF und SF fortgesetzt werde, sagte ORF-Unterhaltungschef Edgar Böhm gegenüber derStandard. Er wies jedoch darauf hin, dass die Sendung in Österreich keine schlechten Einschaltquoten gehabt habe. "Eine Koproduktion hat ja nur dann Sinn, wenn man auf allen beteiligten Märkten erfolgreich ist", so Böhm. Zudem werde man auch wieder auf die Südtiroler zugehen. RAI Bozen hatte den "Grand Prix der Volksmusik" zwar ausgestrahlt, trat aber nicht als Mitveranstalter auf.
Bei der jährlich stattfindenden Schunkelparade, die von dem Österreicher Marc Pircher moderiert wurde, traten jeweils vier Gruppen aus Österreich, der Schweiz, Deutschland und Südtirol auf. Die Zuschauer stimmten dabei per Telefon für ihren Favoriten ab, der aber, wie beim Eurovision Song Contest, nicht aus dem eigenen Land stammen durfte. In diesem Jahr konnte sich Deutschland auch bei diesem Gesangs-Wettbewerb behaupten: Das Duo Belsy & Florian Fesl belegte mit "I hab di gern" den ersten Platz.

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