Gruner + Jahr setzt auf mehr Web-Synergien

Gruner + Jahr forciert seine Bemühungen, bei Online-Aktivitäten stärker als bisher Synergien auszuschöpfen. Wie der Kontakter am Montag berichtet, plane Vorstandschef Bernd Buchholz, die ertragsschwachen Bereiche in eine einheitliche Struktur zu überführen und dafür eine zentrale Verantwortlichkeit zu schaffen. Offenbar gilt dies aber lediglich für die technischen Plattformen und Formate. Redaktionell soll es nach MEEDIA-Informationen keine Bündelung zu einer marken-übergreifenden Einheit geben.

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Der Kontakter hatte sich auf "eine mit dem Vorgang betraute Person" berufen und spekuliert, dass eine zentrale Leitungsposition mit der Macht und den Befugnissen eines Chefredakteurs geschaffen, der in die jeweiligen redaktionellen Hoheiten der einzelnen Titel eingreift. Dies scheint aufgrund der dezentralen Struktur des Verlags sowie der Tradition der Markenführung bei G+J allerdings schwer vorstell- und kaum umsetzbar. Im Umfeld der Entscheidungsträger wird versichert, dass an diesem Grundsatz nicht gerüttelt werde. Stattdessen stehe die Vereinfachung der technischen Abläufe und die Kostenoptimierung im Zentrum der Überlegungen.
Konzernchef Buchholz hatte schon vor geraumer Zeit erklärt, er schließe nicht aus, dass einzelne Fachredaktionen auch andere Objekte beliefern und dabei ein Umdenken von der Fokussierung auf "Manufakturen" zu redaktionellen "Plattformen" gefordert. Allerdings bezog sich dies generell auf Inhalte und nicht auf die unterschiedliche Vertriebskanäle wie Print oder Internet.
Erst Anfang des Monats war das Vorzeige-Portal Stern.de einer Neupositionierung unterzogen worden, bei der die Verantwortlichen eine Bündelung der redaktionellen Anstrengungen auf Topthemen sowie Service-Angebote ankündigten.

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