Werbemarkt boomt im Sommerloch

Der August hat den positiven Trend im Werbemarkt bestätigt. Laut aktueller Zahlen der Forscher von Nielsen lagen die Brutto-Werbeumsätze im August 2010 satte 14,3% über denen aus dem August 2009. In der Jahreswertung liegt der Markt damit nun 10,3% über dem Jahr 2009. Besondere Umsatztreiber waren im August die Medien Internet und TV. Das Netz setzte 50% mehr mit Werbung um als im Vorjahresmonat, das Fernsehen 24,2%. Nur das Radio blieb im August unter den Zahlen von 2009.

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Mit 682 Mio. Euro im August und 6,242 Mrd. Euro in den Monaten Januar bis August bleibt das Fernsehen natürlich weiter unangefochten das Werbemedium Nummer 1 in Deutschland. 2009 lagen die Brutto-Zahlen noch bei 549 Mio. bzw. 5,376 Mrd. – Zuwachsraten von 24,2% bzw. 16,1%. Hinter dem Fernsehen folgen die Zeitungen (3,332 Mrd. in den ersten acht Monaten des Jahres), sowie die Publikumszeitschriften (2,161 Mrd.). Die Zuwächse sind hier allerdings wesentlich verhaltener. So liegen die Publikumszeitschriften nur 3,3% über den Zahlen aus 2009, die Zeitungen sogar nur 0,8%.

Von hinten kommt den Publikumszeitschriften damit das Internet immer näher. Ohne die von Nielsen nicht mitberechnete Suchmaschinenwerbung liegt das Netz 2010 bisher bei 1,397 Mrd. Euro. Im August waren es 182 Mio. Euro, die die Vermarkter einsammelten – die Publikumszeitschriften kamen in dem Monat auf 233 Mio – also auf 51 Mio. mehr. Zum Vergleich: Im August 2009 betrug der Abstand mit 217 Mio. zu 122 Mio. noch 95 Mio. Euro.

Das Radio lag im August wie erwähnt sogar unter den Zahlen aus dem Vorjahr, in der Jahreswertung bleibt unter dem Strich aber noch ein Plus von 2,6%. Am wenigsten zulegen konnten weiterhin die Fachzeitschriften: Sie kamen in den Monaten Januar bis August auf einen Brutto-Umsatz von 255 Mio. Euro und damit auf ein Mini-Plus von 0,2%.

Wie immer muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass es sich bei den Nielsen-Zahlen um Brutto-Umsätze handelt. Eventuelle Rabatte, Freispots, Austauschgeschäfte und Eigenanzeigen werden in diesen Zahlen nicht beachtet, jegliche Reklame wird als komplett nach Preisliste bezahlte Werbung gewertet. Über tatsächliche Umsätze geben die Nielsen-Zahlen also keine Auskunft, ein wichtiges Indiz für die Entwicklung der einzelnen Medienbranchen sind sie dennoch.

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