Axel Springer kauft groß in Frankreich ein

Axel Springer hat für rund 70 Mio. Euro in bar 12,4 Prozent an dem französischen Immobilien-Portal Seloger.com gekauft. Vorstandschef Mathias Döpfner würde gerne auch noch den Rest der Anteile erwerben. Springer hat pro Aktie 34 Euro bezahlt und bewertet das Gesamtunternehmen damit mit 566 Mio. Euro. Seloger.com hat im ersten Halbjahr 2010 eine Rendite von 52 Prozent erzielt und einen operativen Gewinn von 20,5 Mio. Euro erwirtschaftet. In Deutschland gehört bereits die Website Immonet.de zu Springer.

Anzeige

Für Vorstandschef Mathias Döpfner ist der Zukauf von Seloger.com ohne Zweifel ein Sahnestück. Das französische Unternehmen macht finanziell einen kerngesunden Eindruck und passt hervorragend zu Springers digitaler Expansionsstrategie. Vorher müssen freilich noch die weiteren Aktionäre dem Übernahmeangebot des Berliner Medienhauses zustimmen. Allzuviel Widerstand sollte es aber nicht geben. Immerhin haben die beiden Unternehmensgründer von Seloger.com, Amal Amar und Denys Chalumeau, ihre Anteile im Zuge des 12,4-Prozent-Deals bereits an Springer veräußert. Und Springer zahlt mit 34 Euro pro Aktie einen ordentlichen Aufschlag auf den Aktienkurs vom 9. September, als das Papier bei 30 Euro notierte.

Allerdings müssen die französischen Kartellbehörden dem Geschäft noch zustimmen. Das Management-Team von Seloger.com will Springer nach eigenen Angaben nicht auswechseln. Seloger.com betreibt insgesamt sechs Immobilien-Websites und hat auch einen Ableger in Großbritannien.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige