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New York Times kündigt Pay-Wall für 2011 an

Der Verleger der New York Times, Arthur Sulzberger Jr., hat das Ende der Print-Ära der führenden US-Zeitung in Aussicht gestellt, sich jedoch nicht auf ein Ausstiegsdatum festgelegt. "Irgendwann werden wir die New York Times nicht mehr drucken", sagte er auf der International Newsroom Summit, berichtet das Editor's Weblog. Der Zeitpunkt liege "sometimes in the future, date to be defined". Ab 2011 sollen Nutzer für Online-Content zahlen.

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Auf dem Kongress war Sulzberger mit Vorschlägen konfrontiert worden, die NYT solle ab 2015 nicht mehr mit einer gedruckten Ausgabe erscheinen. Am Abend stellte das Online-Medium klar, dass der Verlagschef keinerlei konkrete Pläne habe, sich aus dem Printgeschäft zurückzuziehen. Die Aussage Sulzbergers sei vielmehr ein humorvoller Hinweis darauf gewesen, dass es "impossible and fruitless" sei vorherzusagen, wann exakt gedruckte Zeitungen vom Markt verschwinden würden. 
Sulzberger will sich mehr auf den Online-Markt konzentrieren – 2011 führt die New York Times eine Paywall ein, die den Lesern kostenlosen Zugang nur noch zu einer bestimmten Anzahl an Artikeln pro Monat gewährt. "Das ermöglicht den Besuchern, die über Suchmaschinen auf unsere Seite kommen, weiterhin unsere Texte zu lesen", zitiert ihn das Editor’s Weblog. Regelmäßige Nutzer der Seite werden hingegen zur Kasse gebeten.
Für das Projekt will die New York Times mit Google zusammenarbeiten und dessen Programm First Click Free einsetzen. Somit "stellen wir sicher, dass die Inhalte von NYTimes.com weiterhin über Suchmaschinen aufgefunden werden können", erklärt Sulzberger.

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