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Mohammed-Karikaturen: Westergaard erhält Medienpreis

Der dänische Karikaturist Kurt Westergaard wird für seinen Mut und sein Eintreten für die Meinungs- und Pressefreiheit ausgezeichnet. Der 75-Jährige, der vor fünf Jahren wegen seiner umstrittenen Mohammed-Zeichnungen weltweit in die Schlagzeilen geriet, erhält den diesjährigen Potsdamer Medienpreis M100 des Sanssouci Colloquiums. Die undotierte Auszeichnung wird Kanzlerin Angela Merkel am heutigen Mittwoch überreichen.

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"Mit Kurt Westergaard ehren wir eine Persönlichkeit, die zum Symbol für die Presse- und Meinungsfreiheit geworden ist. Wenn eine Karikatur zu Drohungen gegen Leib und Leben führt, ist es unsere Pflicht, dem Verfasser öffentlich zur Seite zu stehen. Der  Preis soll dieses Zeichen setzen", sagte Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD), der auch Vorsitzender des M100-Beirats ist.
Westergaard wird trotz hohen Sicherheitsrisikos die Auszeichnung persönlich in Empfang nehmen. Der 75-Jährige steht seit der Veröffentlichung seiner Mohammed-Karikaturen in der dänischen Tageszeitung Jyllands-Posten unter Polizeischutz.
Der Medienpreis M100 wird jährlich an Persönlichkeiten vergeben, die aus Sicht des Colloquiums in Europa und der Welt "Spuren" hinterlassen haben. Die Laudatio auf Kurt Westergaard wird Joachim Gauck halten.
Das internationale Medientreffen M100 Sanssouci Colloquium findet in diesem Jahr zum sechsten Mal statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht das Thema "Pressefreiheit in Europa".

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