Jeder sechste Onliner an Musik-Kauf interessiert

Kommerzielle Musikangebote im Internet auf dem Vormarsch: Jeder sechste Onliner ist grundsätzlich bereit, für Musik aus dem Netz Geld zu zahlen. Das hat eine Bitkom-Umfrage ergeben. Aus Sicht des Hightech-Verbands wächst das Potenzial für Bezahlangebote. Musik aus dem Netz sei gefragt wie nie zuvor.

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Im vergangenen Jahr haben sich deutsche Nutzer Songs und Musikalben im Wert von 112 Millionen Euro auf ihre PCs geladen – 40 Prozent mehr als noch 2008. Das ist der größte Zuwachs seit Jahren, geht aus einer Erhebung des Instituts GfK für den Bitkom hervor. Für 2010 rechnet Bitkom mit einem zweistelligen Plus. Die Stückzahlen steigen ebenfalls: 51 Millionen Mal haben die Deutschen 2009 einen Song oder ein Album online gekauft und heruntergeladen. Zusätzlich geben die Deutschen 34 Millionen Euro für Musik-Downloads auf Handys aus, so die Statistik von Bitkom und GfK für 2009. Davon entfallen 27 Millionen Euro auf Klingeltöne und sieben Millionen Euro auf Songs in Originallänge.
Nach wie vor sieht die Branche Piraterie als Problem: 25 Prozent der Deutschen finden Raubkopien von Musik, Filmen oder Software akzeptabel, ergab die Umfrage von Bitkom. Demgegenüber sagen zwei Drittel, illegale Kopien seien kein Kavaliersdelikt. 63 Prozent finden, dass Raubkopierer strafrechtlich verfolgt werden sollten. Die Mehrheit der Deutschen habe zwar ein Bewusstsein für geistiges Eigentum, so Bitkom. Dass sich jeder Vierte für Raubkopien ausspricht, zeige aber, dass es keinen echten gesellschaftlichen Konsens zum Schutz von Urheberrechten gibt. Neben der Strafverfolgung seien preislich attraktive und sichere Bezahlangebote ein wichtiger Beitrag gegen Piraterie. Ende 2009 kostete der Download eines Einzelsongs durchschnittlich 1,06 Euro.

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