Axel Springer AG steigt in den MDax auf

Der Aufstieg war überfällig: Wie die Deutsche Börse am Freitag nach Handelsschluss bekannt gab, wird die Axel Springer AG ab dem 20. September in der zweiten deutschen Börsenliga, dem MDax, gelistet. Bislang wurde das Medienhaus aufgrund seines geringeren Streubesitzes im Smallcap-Index geführt, obwohl es dort den mit Abstand höchsten Börsenwert aufwies. "Wir gehen davon aus, dass unsere Aktie durch diesen Aufstieg für Investoren noch attraktiver wird,“ kommentiert Finanz-Vorstand Lothar Lanz.

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Der Aufstieg war überfällig: Wie die Deutsche Börse am Freitag nach Handelsschluss bekannt gab, wird die Axel Springer AG ab dem 20. September in der zweiten deutschen Börsenliga, dem MDax, gelistet. Bislang wurde das Medienhaus aufgrund seines geringeren Streubesitzes im Smallcap-Index geführt, obwohl es dort den mit Abstand höchsten Börsenwert aufwies. "Wir gehen davon aus, dass unsere Aktie durch diesen Aufstieg für Investoren noch attraktiver wird,“ kommentiert Finanz-Vorstand Lothar Lanz.

Mission erfüllt: Heute in genau zwei Wochen verdrängt die Berliner Axel Springer AG den Baumaschinenkonzern Bauer aus dem deutschen Nebenwerte-Index MDax. Das gab die Deutsche Börse AG am vergangenen Freitag nach der turnusmäßigen Überprüfung ihrer Indizes bekannt. Bislang war Axel Springer im Kleinstwerte-Index SDax gelistet.
Mit der MDax-Aufnahme geht die jahrelange Wartestellung von Europas größtem Zeitungsverlag zu Ende. Nach der reinen Marktkapitalisierung beurteilt, war Axel Springer schon lange reif für die zweite deutsche Aktienliga: Aktuell bewertet die Börse das Berliner Verlagshaus mit 3 Milliarden Euro, während etwa die etwa MDax-Mitglieder ProSiebenSat.1 mit 1,7 Milliarden und Sky mit nur 500 Millionen Euro bewertet werden.

MDax-Aufnahme noch vor geplanter Streubesitz-Erhöhung

Doch der reine Börsenwert ist eben nicht das alleinige Kriterium. Die Marktkapitalisierung des Streubesitzes und die Handelsumsätze entscheiden. Letzteres Kriterium war für Axel Springer AG, von der erst Freitag mehr als 1,5 Millionen Papiere über die Handelsplattform Xetra den Besitzer wechselten, nicht das Problem – der geringe Streubesitz von aktuell lediglich 23,5 Prozent indes sehr lange.

Konzernchef Mathias Döpfner kündigte deshalb bereits im April an, die Quote der frei handelbaren Aktien deutlich auf über 40 Prozent erhöhen zu wollen. Möglich werden soll dies mit einer Platzierung eines Aktienpakets in Höhe von fast sechs Millionen Anteilsscheinen, die am Kapitalmarkt mit mehr als 500 Millionen Euro bewertet werden. 2,93 Millionen Papiere aus dem eigenen Bestand sollen demnach bei institutionellen Investoren platziert werden, 2,75 Millionen kommen von der Deutschen Bank, die aktuell 8,3 Prozent am Berliner Verlagshaus hält.

Aufstieg in die zweite deutsche Aktienliga erwartet worden

Aufgrund der problematischen Börsenentwicklung der vergangenen  Monate war die Platzierung aber nicht im zweiten Quartal durchgeführt, sondern auf das zweite Halbjahr verschoben worden. "Wir erwarten, dass der tatsächliche Wert unseres Unternehmens nach diesem Schritt am Kapitalmarkt noch angemessener reflektiert werden wird", hatte Döpfner auf der Hauptversammlung in Berlin im April noch erklärt.

Nun ist der Axel Springer AG der MDax-Aufstieg bereits vor der Platzierung gelungen. Der Schritt war von Analystenseite aufgrund des immer weiter steigenden Börsenwertes, der durch den Kursanstieg von allein 25 Prozent seit Januar angetrieben wurde, weitgehend erwartet  worden. "Inzwischen sollte einer MDax-Aufnahme nichts mehr entgegenstehen", wurde ein Index-Experte Ende vergangener Woche unmittelbar vor der Bekanntgabe zitiert.
Lothar Lanz, Vorstand Finanzen und Dienstleistungen der Axel Springer AG, kommentierte den Aufstieg: „Die gute Positionierung unserer Aktie bei der Marktkapitalisierung sowie die kontinuierliche Verbesserung des Handelsvolumens haben zur Aufnahme in den MDAX geführt. Wir gehen davon aus, dass unsere Aktie durch diesen Aufstieg für Investoren noch attraktiver wird.“

Die Axel Springer ist so gut wie wohl kein anderer Medienkonzern Europas durch die schwere Finanzmarktkrise gekommen und notiert aktuell mit 93 Euro so hoch wie seit Anfang 2008 nicht mehr. Der Medienkonzern hatte erst Anfang August eine Nettogewinnverdopplung auf mehr als 105 Millionen Euro bekannt gegeben.

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