Amok-Berichterstattung: Presserat veröffentlicht Leitfaden

Spätestens nach dem Amoklauf in Winnenden stellte sich die Frage, was im Journalismus ethisch passabel ist und was nicht. Nun formuliert der Deutsche Presserat Empfehlungen und veröffentlicht einen 51-seitigen Leitfaden zur Amok-Berichterstattung.

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Der Leitfaden beschäftigt sich mit Fragen wie: Welche Fotos dürfen veröffentlicht, welche Namen genannt oder Informationen über den Täter und die Tat gebracht werden?
"Redaktionen müssen Leser über solch ein schreckliches Ereignis informieren, wollen sie ihrem Informationsauftrag gerecht werden", sagt Bernd HiIder, Sprecher des Deutschen Presserats. "Doch es erfordert eine hohe Verantwortung und Sensibilität von Journalisten, dem begründeten öffentlichen Interesse auf der einen Seite und den ethischen Aspekten des Geschehens auf der anderen Seite gerecht zu werden." Weiter sagt er: "Opfer dürfen durch eine Veröffentlichung nicht ein zweites Mal zu Opfern werden."
Zu jeder Empfehlung skizziert der Presserat Fälle, die aufzeigen, wie und nach welchen Kriterien die Beschwerdeausschüsse entschieden haben.
Das 51-seitige Papier kann auf der Homepage des Presserates als PDF herunter geladen werden.

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