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HTC: Der wahre Börsen-Champion

In wohl keiner anderen Branche der Technologie-Welt ist der Verdrängungskampf so ausgeprägt, wie auf dem Smartphone-Markt. Blackberry-Hersteller RIM und Nokia gelten als kommende Verlierer, während Apples iPhone und Googles Android-Plattform den Markt in Zukunft unter sich aufteilen sollen, sagen Marktforscher voraus. Was beim Zweikampf indes bislang völlig untergeht: Der eigentliche Profiteuer des Android-Booms kommt nicht aus dem Silicon Valley – sondern aus Taiwan!

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In wohl keiner anderen Branche der Technologie-Welt ist der Verdrängungskampf so ausgeprägt, wie auf dem Smartphone-Markt. Blackberry-Hersteller RIM und Nokia gelten als kommende Verlierer, während Apples iPhone und Googles Android-Plattform den Markt in Zukunft unter sich aufteilen sollen, sagen Marktforscher voraus. Was beim Zweikampf indes bislang völlig untergeht: Der eigentliche Profiteuer des Android-Booms kommt nicht aus dem Silicon Valley – sondern aus Taiwan!
Der Seitenhieb kam gezielt: „230.00 Aktivierungen verzeichnen wir mit iOS täglich, damit liegen wir vor allen anderen“, erklärte Apple-CEO Steve Jobs gestern im Yerba Buena Center in San Francisco selbstbewusst. Um dann nachzulegen: „Wir glauben, einige unserer Freunde zählen auch Upgrades zu ihren Aktivierungen“, fügte Jobs verschmitzt hinzu. Damit ist natürlich der neue Erzrivale Google gemeint, der mit seinem mobilen Betriebssystem Android im zweiten Quartal sogar an Apple vorbeigezogen war.    

Google hat mit der schnellen Verbreitung seiner mobilen Plattform Android zuletzt viel Lob eingefahren – um unglaubliche 886 Prozent wuchs der Marktanteil im zweiten Quartal 2010 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Allein: Kaufen kann sich CEO Eric Schmidt vom Erfolg des verschenkten Betriebssystems bislang kaum etwas – die Google-Aktie zählt mit einem Minus von mehr als 25 Prozent seit Januar bisher zu den klaren Jahresverlierern.

Dank HTC Legend und Incredible: Legendäre und unglaubliche Börsenperformance

Doch es gibt dank Android durchaus einen glasklaren Gewinner, der selbst die Performance des wertvollsten Technologie-Unternehmens der Welt, Apple, (+ 20 Prozent seit Januar) ziemlich alt aussehen lässt. Der taiwanische Smartphone-Anbieter HTC, der so viele Android-Modelle wie kein anderer Handyhersteller fertigt und auch am Google-Gerät Nexus One beteiligt war, ist der absolute Börsenüberflieger 2010.  

Desire, Hero, Legend oder Incredible heißen die schier unzähligen Android-fähigen Modelle, die HTC alle drei, vier Monate in den Markt drückt – und legendär, heldenhaft und einfach unglaublich ist auch die Performance der Taiwanesen. In einem Börsenumfeld, das von erneuten Rezessionssorgen in den USA geprägt ist, liegt HTC um unglaubliche 116 Prozent vorne – allein seit April hat sich die Aktie mehr als verdoppelt.

HTC-Aktie im Höhenrausch: 116 Prozent Plus dank 20 Million verkauften Smartphones

Wie ist der Höhenrausch zu erklären? Um enorme 58 Prozent legte der Umsatz im abgelaufenen zweiten Quartal zu, während der Nettogewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 33 Prozent anzog. Und so soll es weitergehen: HTC selbst erwartet ein „starkes Momentum“ im zweiten Halbjahr, erklärte der taiwanische Smartphone-Hersteller, der lange Zeit auf Windows Mobile gesetzt hatte, seinen Aktionären im vergangenen Monat bei Präsentation der Geschäftszahlen.    

Bereits 20 Millionen Mobiltelefone will HTC dieses Jahr ausliefern nach 12 Millionen im Vorjahreszeitraum. Das ist in etwa halb so viel wie Analysten für Apples iPhone im laufenden Jahr prognostizieren. Klar ist damit: Die Smartphone-Branche hat einen neuen Herausforderer bekommen – nach Nokia, RIM und Apple gibt es eine neue Nummer vier, die jedoch bemerkenswert schnell wächst, während die  Nummer eins und zwei stagnieren oder Marktanteile verlieren. Das eigentliche Zukunftsduell im Hersteller-Bereich könnte daher lauten: Apple gegen HTC.

Die Börse, an der wie immer die Zukunft gehandelt wird, hat bereits begonnen, die Aufholjagd des Android-affinen Emporkömmlings einzupreisen: Nokia wird aktuell noch mit 26 Milliarden Euro bewertet, RIM mit 19 Milliarden – und HTC bereits mit 12 Milliarden Euro.

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