100 wichtigste Köpfe des Info-Zeitalters

Zum bereits 16. Mal hat das US-Magazin Vanity Fair seine Liste der 100 einflussreichsten Personen des Informationszeitalters veröffentlicht: Die "100 most influential", "the new establishment". Klarer Gewinner des Jahres: Facebook-Gründer Marc Zuckerberg. Er stürmte vom Vorjahres-Platz 23 auf den Spitzenrang und ließ damit auch Steve Jobs, die Google-Boys und Rupert Murdoch hinter sich. Der Absturz des Jahres betrifft die Vorjahres-Nummer 1: Goldman-Sachs-CEO Lloyd Blankfein fiel von 1 auf 100.

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Wie schnell Facebook zum Massenphänomen geworden ist, lässt sich auch in den Begründungen des Vanity-Fair-Rankings nachlesen. So schrieb das Magazin 2009 beim 23. Platz für Zuckerberg noch: "Zuckerberg’s company seems to have graduated from ‚Internet trend du jour‘ to ‚real deal‘ status: it now has more than 250 million users worldwide and it intends to increase its staff by as much as 50 percent this year. Facebook still needs to figure out how to turn that audience into a business…" Nur ein Jahr später liest sich die Begründung für Zuckerbergs ersten Platz völlig anders: "The wildly popular social-networking Web site, valued at around $25 billion, added its 500-millionth member this summer, and those “friends” share more than 30 billion pieces of information a month. Facebook runs more banner advertisements than any other Web site (176 billion a quarter) and drives more U.S. visitor traffic to some sites than even Google. Revenues this year could reach $2 billion."

Das genaue Gegenteil: Lloyd Blankfein. Der Banker, der das Ranking 2009 überraschend anführte, wurde damals noch dafür gelobt, dass Goldman Sachs so grandios durch die Krise gekommen sei. 2010, auf Platz 100 gestürzt, schreibt Vanity Fair von Skandalen, Strafzahlungen und der Bevölkerung, die das Bankhaus immer mehr hasst. Zwischen Zuckerberg und Blankfein findet sich das Who is who der weltweiten Internet- und Medienwirtschaft, einige Schauspieler und Promis wie Lady Gaga, sowie Manager aus der Old Economy. Apple-Kopf Steve Jobs blieb dabei auf seinem zweiten Platz, schlug damit aber immerhin die Google-Boys Sergey Brin, Larry Page und Eric Schmidt, sowie Rupert Murdoch, der sich aber immerhin von Platz 7 auf 4 vorkämpfte. Europas reichster Mann Bernard Arnault, Chef des Luxusartikelherstellers LVMH (Louis Vitton, Moet & Chandon, etc.) folgt hinter Amazon-Boss Jeff Bezos auf Rang 6.

Auch ein Deutscher findet sich in der Top 100 des "New Establishments": Modezar Karl Lagerfeld sprang von Platz 45 auf 39. Neben Goldman-Sachs-Mann Lloyd Blankfein ebenfalls aus der Vorjahres-Top-10 abgestürzt sind Angelina Jolie und Brad Pitt. 2009 noch auf dem achten Platz findet sich das Glamour-Paar diesmal nur noch auf Rang 75. Neu in der Top 10 sind neben Zuckerberg auch die Twitter-Gründer Evan Williams und Biz Stone: Sie kletterten von Platz 25 auf 9. Hier die Top 20 des Vanity-Fair-Rankings mit Vorjahresplatzierungen:

01 (23) Marc Zuckerberg (Facebook)
02 (02) Steve Jobs (Apple)
03 (05) Sergey Brin, Larry Page, Eric Schmidt (Google)
04 (07) Rupert Murdoch (News Corporation)
05 (03) Jeff Bezos (Amazon)
06 (10) Bernard Arnault (LVMH)
07 (14) Michael Bloomberg (Bloomberg / Bürgermeister New York City)
08 (16) Larry Ellison (Oracle)
09 (25) Evan Williams, Biz Stone (Twitter)
10 (21) John Malone (Liberty Media)
11 (04) Warren Buffett (Berkshire Hathaway)
12 (12) Brad Bird, Pete Docter, John Lasseter, Andrew Stanton (Pixar, Disney)
13 (46) Jeff Bewkes (Time Warner)
14 (32) Bob Iger (Disney)
15 (06) Larry Fink (Blackrock)
16 (13) Ralph Lauren (Polo Ralph Lauren)
17 (20) Francois-Henri Pinault (PPR)
18 (—) Jonathan Ive (Apple)
19 (37) Mickey Drexler (J. Crew)
20 (—) Johnny Depp (Schauspieler)

Die komplette Top 100 finden Sie auf Vanityfair.com – und falls Sie keine Lust haben, sich mit 100 Klicks durchzuklicken, empfehlen wir die Druckversion der Liste.

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