Geiseldrama bei Discovery endet blutig

Meistens berichten die Medien über Geiselnahmen. Diesmal wurde ein TV-Sender selbst Opfer eines solchen Dramas. Gestern Nacht brachte in Silver Spring bei Washington der Umweltaktivist James Lee in der Zentrale des US-Fernsehsenders Discovery Channel drei Menschen in seine Gewalt. Das Tatmotiv war offenbar, dass sich der Mann über das Programm der TV-Station ärgerte, weil es zu wenig zur Rettung der Erde unternehmen würde. Die Polizei beendete das Drama, indem sie James Lee erschoss.

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Lee hatte gegen 13 Uhr Ortszeit (19 Uhr MESZ) einen Wachmann und zwei Discovery-Channel-Mitarbeiter in seine Gewalt gebracht. Bewaffnet war der Entführer mit einer Pistole. Zudem hatte er mehrere, offenbar mit Sprengstoff gefüllte Stahlbehälter an seinen Körper gebunden. Zumindest eine der Kisten explodierte, nachdem sie von einer Polizei-Kugel getroffen wurde. Ob auch die anderen Behälter mit Sprengstoff gefüllt waren, ist allerdings noch unklar. Bevor die Polizei sich zu einem Zugriff entschloss, hatte sie bereits zwei Stunden mit Lee verhandelt.

Der Geiselnehmer war für die Ordnungskräfte und die Discovery-Channel-Angestellten kein Unbekannter. Bereits 2008 wurde der Umweltaktivist verhaftet, weil er vor dem Gebäude des Senders protestiert hatte, indem er Tausende von Dollar in die Luft warf. Ziel der Aktion: Auch diesmal schon wollte Lee darauf hinweisen, dass das Programm von Discovery nichts zur Rettung der Erde beitrage.

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