G+J und Bertelsmann starten Onlinekiosk

Die Pläne zum Onlinekiosk der Vertriebstochter DPV und der Bertelsmann DirectGroup nehmen konkrete Formen an. Wie DirectGroup-Sprecher Matthias Wulff bestätigt, wird die Shoppingplattform für digitale Zeitungs-, Zeitschriften- und Buchinhalte "unter dem Namen Pubbles auf jeden Fall im Herbst" freigeschaltet. Geplant sei ein Start noch vor der Frankfurter Buchmesse. Bereits jetzt können sich Interessenten unter Pubbles.de als Beta-Tester anmelden.

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Am 6. Oktober startet die Buchmesse. Spätestens dann sollen die Leser über den geplanten Shop der beiden Bertelsmann-Töchter elektronische Zeitungen-, Zeitschriften und natürlich Bücher kaufen können. Dass der Onlinekiosk nun erst in einigen Wochen startet, obwohl er bereits für den Sommer angekündigt war, sei laut Wulff "nichts Außergewöhnliches". Demnach sei es bei derartig komplexen IT-Projekten völlig normal, dass es zu Verzögerungen kommen kann.
Betrieben wird die Shoppingplattform von einer eigens gegründeten gleichnamigen Firma, die ihren Sitz im Hamburger Gebäude der G+J Tochter DPV hat. Laut Horizont werden zunächst nur der DPV und Bertelsmanns DirectGroup Gesellschafter sein und jeweils 50 Prozent der Anteile an dem neuen Unternehmen halten.
"Wir verhandeln derzeit mit verschiedenen Zeitungs-, Zeitschriften- und Buchverlagen über Kooperationen sowie Beteiligungen", bestätigte Wulff jedoch auf Meedia-Anfrage. Namen der möglichen Partner wollte Wulff jedoch noch nicht nennen. Auch den Verhandlungsstand ließ er unkommentiert. Laut Horizont hieß es jedoch von G+J, dass bislang rund 30 Presseverlage und zusätzlich etwa ebenso viele Buchverlage in einer Absichtserklärung unterschrieben hätten, ihre digitalen Medieninhalte auch über Pubbles verkaufen zu wollen.
Bislang ist Pubbles mit seinem Angebot noch alleine auf dem deutschen Markt. Der erste Konkurrent könnte allerdings schon bald aus dem eigenen Hause kommen. Denn zusammen mit Holtzbrinck entwickeln die Bertelsmann-Töchter Random House und Arvato eine eigenen Plattform. Die Rivalität zweiter konzerneigener Angebote sieht man in Gütersloh allerdings gelassen. Dem Medienhaus scheint vor allem wichtig sein, überhaupt der erste in diesem potentiellen Zukunftsmarkt zu sein. 

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