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Gewinnsprung: Bertelsmann is back

Mit einer eindrucksvollen Bilanz meldet sich Deutschlands größter Medienkonzern nach dem Krisenjahr zurück: Nach der am Dienstagmorgen in Gütersloh veröffentlichten Halbjahresbilanz verbesserte Bertelsmann sein Gesamtergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als eine halbe Milliarde Euro und erzielte beim operativen Gewinn mit 755 Millionen Euro ein Rekordniveau. Der Umsatz über alle Sparten lag bei 7,4 Milliarden Euro, die Umsatzrendite konnte von 7 auf 10,3 Prozent gesteigert werden.

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Vorstandschef Hartmut Ostrowski, der am Vormittag im Rahmen eines Conference Calls detailliert zu den Zahlen Stellung nehmen wird, über die Gründe der erheblich verbesserten Ergebnislage: "Die Konjunktur und vor allem die Werbemärkte zeigen sich freundlicher. Wir profitieren jetzt davon, dass wir unsere führenden Marktpositionen ausgebaut haben und gleichzeitig die Kostenstrukturen nachhaltig verbessern konnten. Das stimmt uns zuversichtlich für den weiteren Jahresverlauf. Deshalb erhöhen wir unsere Gewinnprognose."
Das Management geht nun davon aus, dass der Jahresgewinn bei mehr als 500 Millionen Euro liegen wird. Für die ersten sechs Monate betrug der Nettogewinn 246 Millionen Euro (nach minus 333 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2009). Über die weiteren Aussichten sagt Ostrowski: "Wir sind für die Zukunft gut gerüstet und entwickeln unsere vielfältigen Geschäfte konsequent weiter. Dabei spielt der gesamte Bereich der Digitalisierung eine zunehmend wichtigere Rolle."
Neben den Rekordzahlen, die Bertelsmanns Cashcow RTL vergangene Woche vorgelegt hat, zog das US-Geschäft von Random House deutlich an. Allein das digitale Wachstumssegment der E-Books verzeichnete ein Plus von 300 Prozent. Auch Gruner + Jahr konnte bei gleichbleibenden Umsätzen das Ergebnis kräftig steigern, Arvato zudem Marktanteile gewinnen.

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