RTL entwickelt Sonderwerbeform für „GZSZ“

Kein Product Placement, aber fast: Der RTL-Vermarkter IP Deutschland verkauft jetzt Plakatwände in der Soap "Gute Zeiten, schlechte Zeiten". Erster Kunde ist Ferrero, der in einem fiktiven Kiosk reale Reklame macht.

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Plakatwerbung im Fernsehen: Was sich bisher eher wie ein Scherz anhörte, wird nun vom Kölner Vermarkter umgesetzt. Ab dem 6. September werden Produkte des Süßwarenherstellers Ferrero auf einer Plakatwand in der Serie GZSZ in Szene gesetzt.
Auf der Ladenfassade des fiktiven Kiosks "Spätkauf" werden die Produkte als "Empfehlung der Woche" gezeigt und noch vor dem Werbetrenner als Kurzspot im Splitscreen eingeblendet. Dabei wird an das Plakat in der Serienkulisse herangezoomt, während gleichzeitig der klassische Werbespot des jeweiligen Produkts startet.
Von der neuen Sonderwerbeform verspricht sich IP Deutschland eine thematische Verbindung zwischen dem Format GZSZ und den Marken, die für "für maximale Aufmerksamkeit bei der beworbenen Zielgruppe" sorge. "Durch die innovative Einbindung in das Programmumfeld werden Tic Tac und Co. für das Publikum zum Soap-Star", erklärt Lars-Eric Mann, IP-Verkaufsdirektor Solutions. Annette Spiegels, bei Ferrero als Managerin zuständig für Sonderwerbeformen, sieht in den Schoko-Plakaten bei GZSZ eine "eine charmante Verbindung zum Programm".
Seit April ist Product Placement im deutschen Fernsehen zwar zum ersten Mal erlaubt. Allerdings waren bezahlte Produktplatzierungen für die Sender bisher oft nur mit großem Aufwand realisierbar und längst nicht in allen Genres erlaubt. Zudem hat der Gesetzgeber zum Schutz des Zuschauers eine eindeutige Kennzeichnung vorgesehen: Zu Beginn und zum Ende der betreffenden Sendung sowie nach Werbeunterbrechungen muss am Bildschirmrand für mindestens drei Sekunden ein Logo in Form eines "P" eingeblendet werden, dazu soll ein Hinweis erfolgen.

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