Emmys für „Mad Men“, Heidi geht leer aus

Erfolgreiche Werber, eine chaotische Patchwork-Familie und singende Teenies: Bei den 62. Emmys-Awards, die in der Nacht zum Montag in Los Angeles verliehen wurden, räumten vor allem Serien ab, die in Deutschland noch weitgehend unbekannt sind. Die beiden wichtigsten Preise erhielten "Mad Men" (beste Drama-Serie) und "Modern Family" (beste Comedy-Serie). Auch die High-School-Comedy "Glee" wurde mehrfach prämiert. Al Pacino und George Clooney konnten sich ebenfall über eine der TV-Trophäen freuen.

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Die AMC-Serie "Mad Men" hat zum dritten Mal in Folge den Emmy als beste Drama-Serie gewonnen. Sie erzählt die Geschichte um Don Harper, den Star einer New Yorker Werbeagentur Anfang der 60er Jahre. Auch für das Drehbuch wurde das detailgetreue Format ausgezeichnet. Am 6. Oktober wird die preisgekrönte Serie nach langer Wartezeit auch endlich im deutschen Free-TV zu sehen sein. ZDFneo zeigt den Erfolg dann jeweils mittwochs um 22.30 Uhr.

Die begehrte Auszeichnung für die beste Comedy-Serie ging an die Pseudo-Doku "Modern Family". Auch in den Kategorien Bester Nebendarsteller und Bestes Drehbuch gewann die Mockumentary eine der TV-Trophäen. "Modern Family" begleitet das Leben einer turbulenten Großfamilie. Die Fernsehzuschauer treffen hier einen alten Sitcom-Helden wieder: Ed O’Neill, besser bekannt als Al Bundy, spielt eine der Hauptrollen. Die Serie war erst im Herbst 2009 in den USA gestartet und stieß damit als Emmy-Neuling den NBC-Hit "30 Rock" von seinem Thron. Die TV-Business-Satire war in den vergangen Jahren der Comedy-Abräumer.

Auch der "30 Rock"-Star Alec Baldwin unterlag in diesem Jahr der Konkurrenz. Als bester Hauptdarsteller im Comedy-Genre wurde stattdessen Jim Parsons für seine Rolle des Sheldon Cooper in "The Big Bang Theory" ausgezeichnet.
Edie Falco, die bereits drei Emmys als "Sopranos"-Darstellerin gewonnen hatte, dürfte sich nun über ihre vierte Trophäe freuen. Sie wurde für ihre Rolle in der Serie "Nurse Jackie" geehrt. Die deutschen Rechte für die Krankenhauscomedy hat sich bereits im Februar die RTL-Gruppe gesichert.
Beste Hauptdarsteller im Bereich Drama wurden Bryan Cranston für seine Rolle als drogenbrauender Chemielehrer in "Breaking Bad" und Kyra Sedgwick, die in der Krimiserie "The Closer" eine Spezialeinheit leitet. 
Die Fox-Hitserie "Glee" erhielt zwar weniger Auszeichnungen als erwartet, trotzdem konnten die Macher zufrieden sein. Eine Trophäe ging an den Regisseur der High-School-Comedy Ryan Murphy. Jane Lynch bekam zudem einen Emmy für ihre Nebenrolle als Sue Sylvester. Die Serie, die ab Januar 2011 auf Super RTL zu sehen sein soll, war 19 Mal nominiert.

Das zehnteilige Kriegsdrama "The Pacific" holte sich den Award als beste "Miniserie" und gewann in zahlreichen Nebenkategorien. Die Hollywood-Stars Steven Spielberg und Tom Hanks haben das monströse Epos um den zweiten Weltkrieg im Pazifik mitproduziert. Die HBO-Serie läuft in Deutschland derzeit Donnerstagabend auf Kabel 1.
Heidi Klum, der im Vorfeld Chancen für die begehrte TV-Trophäe eingeräumt wurden, ging leer aus. Sie war in zwei Kategorien nominiert. Mit ihrer Modedesign-Castingshow musste sie sich der Koch-Show "Top Chef" geschlagen geben. Das Model ging auch als beste Moderatorin ins Rennen. Hier wurde der Emmy wie bereits im vergangenen Jahr erneut an Jeff Probst ("Survivor") verliehen.
Mit Al Pacino und George Clooney waren auch zwei Größen des Hollywood-Kinos unter den Gewinnern. Pacino gewann als Sterbehilfe-Arzt Jack "Dr. Tod" Kevorkian im Fernsehdrama "You Don’t Know Jack" seinen zweiten Emmy.
Oscar-Gewinner Clooney erhielt eine Ehrenauszeichnung. Ihm wurde in Los Angeles der "Bob Hope Award" für sein politisches Engagement in Krisenregionen überreicht.
 

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