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Bischöfe zwingen ifp-Direktor zum Rücktritt

Die katholische Kirche kommt nicht mehr aus den Schlagzeilen: Diesmal war der Pfarrer Michael Broch, bekannt vom "Wort zum Sonntag", offenbar papstuntreu. In seiner Funktion als geistlicher Direktor der katholischen Journalistenschule (ifp) äußerte sich Broch kritisch über die Kirche. Die Folge: Der Direktor musste zurücktreten. "Die Bischofskonferenz hätte die umfänglichen Entschuldigungen akzeptieren können", kritisiert Brochs Kollegin Elvira Steppacher gegenüber MEEDIA.

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Die Mitteilung kam am Freitag überraschend: Pfarrer Michael Broch hat seinen neuen Beruf, die geistliche Leitung des Instituts zur Förderung des Publizistischen Nachwuchses, in München fast so schnell verloren, wie er ihn angetreten hat. Auslöser war ein Interview in der Leonberger Kreiszeitung, das Heimatblatt des Pfarrers. Das war Ende Mai. Michael Broch ließ im Gespräch harte Worte über die Kirche fallen – damit begann der Wirbel in der katholischen Welt.
"Die Kritik war zu stark. Man hätte einen anderen Ton wählen können, als zu sagen ‚der Papst fährt die Kirche an die Wand‘ – das war zu hart", sagte Steppacher weiter. Der Schaden an der katholischen Journalistenschule sei groß: "Ohne geistlichen Direktor ist die Wirkung nach außen fatal". Ein Nachfolger für den Priester Broch sei noch nicht in Sicht. Allerdings hofft Steppacher noch immer auf die Rückkehr ihres Kollegen.

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