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Wikileaks: Schmitt distanziert sich von Assange

Jetzt wird zurückgerudert: Wikileaks-Mitglied Daniel Schmitt hat sich von den Spekulationen um eine Verleumdungskampagne gegen Julian Assange distanziert. Gegenüber dem Nachrichtenportal News.de erklärte er: "Ich bin sehr vorsichtig mit solchen Aussagen. Auch wenn wir Anfang der Woche einen Hinweis bekommen haben, dass wir mit komischen Tricks rechnen müssen, ist nichts bewiesen." Außerdem gestand er Fehler bei der Veröffentlichung der Afghanistan-Dokumente ein.

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"Wir müssen vermeiden, Sachen hochzubauschen, die faktisch nicht belegbar sind", sagte Schmitt dem Nachrichtendienst und reagierte damit auf die Aussagen von Wikileaks-Gründer Julian Assange. Dieser hatte hinter den Vergewaltigungsvorwürfen gegen ihn das Pentagon vermutet. Gegenüber Al Dschasira sprach Assange von einer "Schmutz-Kampagne". Schmitt selbst habe weder in Deutschland noch in anderen Ländern den Eindruck, dass irgendjemand versuche, ihm das Leben schwer zu machen.
In Bezug auf die Veröffentlichung der Afghanistan-Dokumente räumte Schmitt Fehler ein. "Bei der Vorbereitung des Materials sind hier einige Namen durch das Raster gerutscht, es handelt sich um etwa 100 Namen in 77.000 Dokumenten", so der Wikileaks-Sprecher.
Organisationen wie Reporter ohne Grenzen und Amnesty International kritisierten Wikileaks kürzlich dafür, die Namen von afghanischen Informanten in den Dokumenten nicht unkenntlich gemacht zu haben und damit deren Leben zu gefährden. "Das ist etwas, woraus wir gelernt haben für die Zukunft, und den Fehler machen wir so nicht noch einmal", sagte Schmidt. Auch hier ist Assange anderer Meinung. Er bezeichnete die Kritik der Organisationen zuletzt als "lächerlich".

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