Projekt „Echo Münster“ ist gescheitert

Dem von entlassenen Journalisten gegründeten Online-Projekt "Echo Münster" war 2007 große Aufmerksamkeit und Sympathie gewiss, nachdem der Verleger Lambert Lensing-Wolff die komplette Sport- und Lokalredaktion der Münsterschen Zeitung kurzerhand vor die Tür gesetzt hatte. Eine Reportage von Deutschland-Radio zeigt, dass "Echo Münster" im wesentlichen gescheitert ist: Übrig ist nur ein Sport-Angebot, an dem noch zwei der gekündigten Redakteure mitwirken.

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Das mit einer Mischung aus Wut und Enthusiasmus gestartete Internet-Angebot wurde zunächst von einer Auffanggesellschaft mitgetragen, erwies sich aber nach dem Auslaufen der Förderung als nicht haltbar. Von ursprünglich zehn ehemaligen Redakteuren der "MZ" sind nur noch zwei übrig, alle Ressorts außer dem Sport aufgegeben.

Der Zeitung hat rabiate Austauschen der Redaktion nach der Darstellung von Autorin Andrea Walter nichts gebracht: der Marktanteil in Münster beträgt unverändert 25 Prozent, Marktführer Westfälische Nachrichten bleibt unangefochten.

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