Gericht vertagt sich im Streit Bunte vs. Stern

Der Streit der Wochenmagazine Bunte und Stern schwelt weiter. Am Freitag trafen sich die Anwälte der beiden Medien vor dem Landgericht Hamburg. Doch in der Sache gab es wenig Neues. Der Termin vor der Pressekammer dauerte nur wenige Minuten, dann vertagte sich das Gericht auf den 22. Oktober.

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Gegenstand des Verfahrens ist das Unterlassungsbegehren der Münchner People-Zeitschrift, die es dem Stern verbieten will, den Eindruck zu erwecken, die Redaktion habe von Observations-Praktiken einer freien Agentur bei der Bespitzelung von Berliner Politikern gewusst. 
Das G+J-Magazin hatte im Februar über dubiose Methoden berichtet, mit denen die Berliner Agentur CMK im Auftrag der Bunten das Privatleben von Franz Müntefering und Oscar Lafontaine ausspioniert hatte. Von den fragwürdigen Praktiken wollen die Münchner allerdings nicht gewusst haben. Dabei war der Stern-Artikel selbst nicht Gegenstand der Gerichtsverhandlung, es ging lediglich um eine Formulierung im Inhaltsverzeichnis des Heftes 9/2010. Die Hamburger, so die Argumentation der Juristen, hätten damit bei den Lesern den Eindruck erweckt, Bunte seien die unlauteren Recherchemethoden bekannt gewesen.
Der Vorsitzende Richter Andreas Buske erklärte hierzu, dass aus seiner Sicht dieser "Eindruck ein tatsächlicher ist". Beide Parteien können nun bis 17. September weitere Schriftsätze einreichen, Ende Oktober soll dann in der Sache verhandelt werden. 

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