Juli bestätigt Werbemarkt-Aufschwung

Die Brutto-Werbeumsätze haben sich auch im Juli positiv entwickelt. Laut Nielsen lag der Markt mit einem Plus von 9,3% fast auf dem Niveau des ersten Halbjahres, in dem es um 9,4% nach oben ging. Die größten Profiteure der positiven Entwicklung sind weiterhin das Fernsehen und das Internet, unter dem Juli 2009 lagen in diesem Jahr lediglich die Radio- und die Plakat-Werbung. Auf das gesamte bisherige Jahr gerechnet sind die Fachzeitschriften der einzige Brutto-Verlierer.

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30,6% über den Zahlen des Vorjahres liegt das Internet – und ist damit ganz klar der größte Aufsteiger der Nielsen-Brutto-Statistiken. Im Vergleich zum ersten Halbjahr geht es für das Netz sogar noch stärker nach oben: Nach dem Juni lag das Jahres-Plus noch bei 27,7%. Ebenfalls zweistellige Wachstumsraten verzeichnen das Fernsehen (+15,2%) und das Kino (+18,5%). Die TV-Werbung bleibt mit einem Brutto-Umsatz von 5,56 Mrd. Euro zudem ganz eindeutig der Marktführer unter den einzelnen Segmenten.

In der Print-Branche zeigen die Pfeile zwar nicht ganz so stark nach oben, im Falle der Zeitungen und der Publikumszeitschriften aber immerhin leicht in diese Richtung. So kamen die Publikumszeitschriften mit 1,92 Mrd. Euro in den ersten sieben Monaten des Jahres auf ein Umsatz-Wachstum von 2,6%, die Zeitungen verbesserten sich um 1,1% auf 2,97 Mrd. Euro. Einzig die Fachzeitschriften bleiben ein Sorgenkind: Mit 227,67 Mio. Euro liegen sie 0,6% unter den Zahlen von Januar bis Juli 2009.

Betrachtet man einzig den Juli ohne die restlichen Monate des Jahres, so gibt es zwei andere Verlierer: Die Brutto-Umsätze des Radios fielen von 103 Mio. auf 96 Mio. Euro, die der Plakatwerbung von 78 Mio. auf 70 Mio. Das Internet verbesserte sich hier hingegen von 128 Mio. auf 181 Mio. – also um mehr als 40%.

Wie immer die wichtige Anmerkung zu den Nielsen-Zahlen: Es handelt sich um Brutto-Zahlen. Sprich: Eventuelle Rabatte, Gegengeschäfte und Eigenwerbung werden als voll bezahlte Reklame gewertet. In Zeiten, in denen sich die Brutto-Netto-Schere offenbar immer weiter öffnet, entspricht ein starkes Brutto-Plus also nicht unbedingt auch einem rasantes Wachstum in den Netto-Kassen. Ein wichtiger Indikator für die Entwicklung im Markt sind die Nielsen-Zahlen aber dennoch.

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