Streetview 2.0: Google testet Drohnen

Suchmaschinen-Gigant Google testet offenbar zivile Drohnen zur Luftüberwachung. Das berichtet die Wirtschaftswoche. Demnach habe der deutsche Drohnenhersteller Microdrones bestätigt, eine kamerabestückte Mini-Drohne an die Google-Zentrale geliefert zu haben. Datenschützer schlagen bereits Alarm. Sie befürchten einen Eingriff in die Privatsphäre.

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„Wir haben gute Chancen, mit Google dauerhaft ins Geschäft zu kommen", erklärte Microdrones-Chef Sven Juerss gegenüber der Wirtschaftswoche. Ihm zufolge seien die Drohnen bestens geeignet, um aktuellere Aufnahmen für den Kartendienst Google Earth zu liefern.
Die fliegenden Augen können mit über 80 Stundenkilometer vollautomatisch ganze Stadtteile überfliegen. Entsprechend aufgeregt reagieren die Datenschützer. „Die Probleme könnten noch tiefgreifender sein als bei Google Street View", so der nordrhein-westfälische Datenschutzbeauftragte Ulrich Lepper gegenüber der Zeitschrift. Die Drohnen seien in der Lage völlig unbemerkt in nichtöffentliche Bereiche vorzudringen und unbemerkt in Fenster hinein zu filmen. Ausgestattet mit Wärmebildkameras wäre es sogar möglich, durch Vorhänge und Wände hindurchzublicken.
„Es war immer schon verboten, mittels Foto und Film in die Privatsphäre einzudringen“, reagierte Juerss auf die Vorwürfe der Datenschützer. „Unsere Drohnen haben an dieser Rechtslage nichts geändert.“

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