Q2-Bilanz: TimeWarner ist wieder sexy

Der Sex-Appeal ist zurück: Mit besser als erwarteten Geschäftsdaten zum abgelaufenen zweiten Quartal hat US-Medienriese TimeWarner die Erwartungen der Wall Street-Analysten hinter sich gelassen. Die Umsätze und Nettogewinne entwickelten sich besser als erwartet. Treiber der positiven Geschäftsentwicklung waren vor allem die Kino-Blockbuster "Sex and the City 2“" und "Kampf der Titanen". Die einstige Onlinetochter AOL musste unterdessen einen weiteren Milliardenverlust verkraften.

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Der Sex-Appeal ist zurück: Mit besser als erwarteten Geschäftsdaten zum abgelaufenen zweiten Quartal hat US-Medienriese TimeWarner die Erwartungen der Wall Street-Analysten hinter sich gelassen. Die Umsätze und Nettogewinne entwickelten sich besser als erwartet. Treiber der positiven Geschäftsentwicklung waren unter anderen die Kino-Blockbuster "Sex and the City 2" und "Kampf der Titanen". Für das Gesamtjahr wurden die Gewinnschätzungen angehoben.
 

Fernsehen kann so schön sein: Das macht niemand anderes als der Ehemann der "Sex & the City"-Ikone Carrie Bradshaw im zweiten Kinofilm der beliebten US-Serie deutlich – und schenkt seiner Göttergattin einen neuen Fernseher. Der dann jedoch die erhoffte Wirkung verfehlt: Es kommt zur handfesten Ehekrise.

Das ist jedoch nur großes Kino! Von einer Krise ist in der Bilanz einer der größten Medienkonzerne der USA rein gar nichts zu sehen – im Gegenteil: Eineinhalb Jahre nach dem Höhepunkt der desaströsen Finanzmarktkrise steht der von Jeff Bewkes geführte Traditionskonzern wieder besser da denn je: "Unsere Investitionen in hochqualitativen Inhalt zahlen sich aus", erklärte der Time-Warner-Konzernchef bei Bekanntgabe der Quartalsergebnisse.

Umsätze und Gewinne schlagen Markterwartungen

Das kann man so sehen. Erlöse und Erträge entwickelten sich im abgelaufenen zweiten Geschäftsquartal besser als von der Wall Street erwartet. Statt der von Analysten prognostizierten Umsätze in Höhe von 6,2 Milliarden Dollar erlöste das an der New York Stock Exchange gelistete Unternehmen 6,4 Milliarden Dollar – ein Umsatzplus von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.  

Auch die Erträge sprudeln wieder: Statt der im Durchschnitt erwarteten Gewinne je Aktie von 45 Cent fuhr Time Warner tatsächlich 50 Cent je Anteilsschein ein. Das entsprach einem Nettogewinn von 1,2 Milliarden Dollar. Vor allem die Gewinne in der TV-Sparte zogen dank steigender Werbeeinnahmen um 14 Prozent an. Auch das Verlagsgeschäft, das nur noch ein Achtel der Erträge beisteuert, zog an und konnte unterm Strich Profite von 153 Millionen Dollar ausweisen, nach 124 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum.

TimeWarner-Aktie gegen Markttrend 2010 schon 12 Prozent vorne

TimeWarner-CEO Bewkes stellte zudem im Gesamtjahr höhere Gewinne in Aussicht, die "mindestens um 20 Prozent" über dem Vorjahresniveau liegen sollen – das entspräche einem Gewinn je Aktie in Höhe von 2,20 Dollar. Die Wall Street goutierte die gute Quartalsbilanz zunächst mit Aufschlägen von rund zwei Prozent, ehe Gewinnmitnahmen den Kurs in Richtung des Vortagesniveaus drückten.

Schlechte Laune müssen TimeWarner-Aktionäre, die seit Jahresbeginn schon 12 Prozent vorne liegen, also nicht haben – ganz anders als "Sex & the City"-Star Mr. Big, der seiner ausgehbereiten Ehefrau im zweiten Teil des Blockbusters, der allein 280 Millionen Dollar in TimeWarners Kassen spülte, entgegnete: "Der Markt fällt gerade um 100 Punkte, und jetzt soll ich zu so einem Hollywood-Ding gehen?" Ein Glück für Anleger, dass TimeWarner die hollywoodreifen Happy Ends selber setzt.    

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