Kanye Wests Social Media-Offensive

Auch so geht PR in eigener Sache: Kanye West, neben Jay-Z und Lil’ Wayne derzeit wohl gefragtester Rapper der Welt, macht via Facebook und Twitter von sich reden, was zunächst einmal nicht überrascht. Neu sind jedoch die Methoden: Der 33-jährige Rapper ("Stronger") stattete den beiden gefragtesten sozialen Netzwerken der Welt einen Besuch ab – und zwar mit Mitbringsel. West ließ sich nicht lumpen und rappte vor den begeisterten Mitarbeitern aus seinem neuen Album, das im September erscheinen soll.

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Er war schon immer etwas spät dran: Kanye West schrieb und produzierte für Jay-Z lange bevor seine erste Single erschien. Dann wurde sein Debütalbum "College Dropout" veröffentlicht, das ihn sofort in den HipHop-Himmel katapultierte – der Rest ist Pop-Geschichte.

Lange hat der 33-Jährige nun auch zugesehen, wie sich Pop-Sterne und -Sternchen in der neuen Social Media-Welt bewegen: Britney Spears hat bekanntlich seit Mai die meisten Follower überhaupt, noch vor Ashton Kutcher, der über ein Jahr an der Spitze gelegen hatte, während Lady Gaga in Riesenschritten aufholt.

Endlich auf Twitter – Start mit Rechtschreibfehler

Nun fängt der US-Rapper, der mit seinen Alben-Verkäufen durchaus mit Spears und Gaga mithalten kann (bisher 20 Millionen Verkäufe in sechs Jahren) auch endlich an, eifrig um die Wette zu zwitschern.  

Ende Juli war es dann endlich soweit: "Up early in the morning taking meetings in Silicone Valley", begann der Ego-Rapper dann sein Twitter-Leben auch gleich mit einem Rechtschreibfehler – das Eldorado der Tech-Szene schreibt sich bekanntlich ohne "e".

Kanye West besucht Facebook und Twitter – im Anzug

Wests Follower störten sich daran nicht – sie kamen in Scharen:  "I got 90,000 followers in 8 hrs", freute sich der frühere Weggefährte von Jay-Z, um berauscht von sich selbst nach dem ersten Tag festzustellen: "Hey callin‘ me the best tweeter of all time!" – da war die Viertelmillion bereits zusammen.

Maßgeblichen Anteil hatten daran zwei Auftritte, die es in dieser Form auch noch nicht gegeben hatte:  West machte tatsächlich ernst und ließ seinem ersten Tweet Worte folgen – der Rap-Superstar stattete zunächst einmal dem weltgrößten Social Network einen Besuch ab – und rappte vor den begeisterten Facebook-Mitarbeitern.

Dasselbe Prozedere dann bei Twitter: Ein Freestyle-Rap, erneut im Anzug mit Schlips und Kragen, unter den Augen von Twitter-Gründer Biz Stone, der bei der Performance zum Fan wurde und sogar sein Smartphone vergaß. Kanye kommentierte seine Social Media-Tour durchs Silicon Valley danach auf seine ganz eigene Weise: "Das könnte meine Woche überhaupt sein", gefolgt von dreißig Ausrufezeichen – natürlich auf Twitter.

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