IVW: Die Juli-Top-50 der News-Websites

Lag es an der Berichterstattung zur Loveparade-Katastrophe? Springers Bild.de gewann im Juli laut neuester IVW-Zahlen 2,4% Visits hinzu und war damit das einzige Top-8-Nachrichten-Angebot, das im Vergleich zum Juni zulegen konnte. Spiegel, Welt, Süddeutsche & Co. verloren hingegen allesamt. Ein bisschen weiter hinten gewannen auch die Angebote, die Duisburg in ihrem Verbreitungsgebiet haben: RP Online verbesserte sich um 4,8%, DerWesten kam auf ein Plus von 16,4%. Beide stellten neue Visits-Rekorde auf.

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In der Reihenfolge hat sich auf den ersten 15 Plätzen des Nachrichten-Rankings in diesem Monat nichts getan. Alle 15 Angebote belegen dieselben Ränge wie im Vormonat. Dennoch gab es auch hier einige interessante Entwicklungen. So gewann Bild.de wie erwähnt als einzige Website auf den ersten acht Plätzen hinzu. Weitere Top-Ten-Gewinner folgen auf den Rängen 9 und 10: Zeit Online und RP Online. Größter Gewinner auf den ersten 25 Plätzen unserer Top-50-Tabelle ist prozentual gesehen aber DerWesten. Hier dürfte der Grund eindeutig sein: Die Loveparade-Katastrophe in Duisburg fand im Kerngebiet der WAZ-Website statt. Mit 8,72 Mio. Visits verbesserte DerWesten seinen alten Alltime-Rekord aus dem Mai um ca. 0,84 Mio. Besuche. Auch RP Online, dessen Verbreitungsgebiet ebenfalls bis Duisburg reicht, stellte einen neuen Rekord auf: 11,91 Mio. Visits sind ca. 0,55 Mio. mehr als bei der alten Bestleistung aus dem Juni. Bild.de stellte übrigens natürlich auch einen neuen Rekord auf.

Interessanterweise haben abgesehen von Bild.de vor allem die großen Nachrichtenangebote im Juli verloren. Abseits der Top 8 gibt es sogar mehr Gewinner als Verlierer, neben den beiden genannten NRW-Websites legten auch tz Online, Merkur-Online, Express Online und das Duo Stuttgarter Zeitung & Stuttgarter Nachrichten deutlich zu. Die größten Verlierer heißen auf den ersten 25 Plätzen prozentual gesehen Handelsblatt.com (-9,1%), Financial Times Deutschland (-7,8%) und Focus Online (-7,0). Nach absoluten Zahlen verlor Spiegel Online mit 8,22 Mio. Visits am kräftigsten, Focus Online gingen 2,04 Mio. Visits abhanden und Welt Online 1,39 Mio.

Auch auf den Rängen 26 bis 50 überwiegen die Gewinner. Die kleineren Regionalangebote waren im Juli also offenbar vergleichsweise erfolgreicher als die großen Überregionalen. Größter prozentualer Aufsteiger war hier der General-Anzeiger Online mit 19,8%, gefolgt vom Straubinger Idowa Online (+15,9%), dem Medienhaus Lensing aus Dortmund (+14,7%) und der Abendzeitung (+14,7%). Am deutlichsten verloren hat hingegen die Neue OZ online. Nach einem 850.000-Visits-Plus im Juni gingen 720.000 davon diesmal wieder verloren. Der Grund wird auf den zweiten Blick deutlich: Die Osnabrücker hatten im Juni in der Kategorie Spiele extrem zugelegt, diese Visits sind nun wieder zum Großteil verschwunden. Ebenfalls deutlich verloren haben die WirtschaftsWoche (-8,9%) und die BZ aus Berlin (-7,4%).

Eine gesonderte, ausführliche Analyse zum IVW-Geschehen abseits der Nachrichten-Websites lesen Sie an dieser Stelle.

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