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Amazon: Gewinne steigen, Aktie bricht ein

Die Party ist vorbei: Erstmals seit Jahren leistete sich der weltgrößte Online-Einzelhändler Amazon bei Bekanntgabe seiner Quartalszahlen wieder eine Verfehlung. Und dann auch gleich eine krachende: Um fast 17 Prozent unterbot Amazon die Gewinnerwartungen der Wall Street – ein rarer Fehltritt in der Geschichte des Vorzeige-Internetkonzerns. Dabei legten Umsätze und Gewinne stark zu; Analysten hatten jedoch noch mehr erwartet. Die Aktie bricht im nachbörslichen Handel zweistellig ein.

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Die Party ist vorbei: Erstmals seit Jahren leistete sich der weltgrößte Online-Einzelhändler Amazon bei Bekanntgabe seiner Quartalszahlen wieder eine Verfehlung. Und dann auch gleich eine krachende: Um fast 17 Prozent unterbot Amazon die Gewinnerwartungen der Wall Street – ein rarer Fehltritt in der Geschichte des Vorzeige-Internetkonzerns. Dabei legten Umsätze und Gewinne stark zu; Analysten hatten jedoch noch mehr erwartet. Die Aktie bricht im nachbörslichen Handel zweistellig ein.

Es bleibt eine schwierige Quartalssaison: Lichtblicke, die von Aktionären gerade mal so gewürdigt werden, wie im Falle Intels, Apples oder eBays – dann aber eben auch harte Abverkäufe trotz gar nicht mal schlechter Ergebnisse wie zuletzt bei IBM oder Google.

Das neuste Opfer der Marktturbulenzen ist ausgerechnet ein Internet-Pionier, der in der Vergangenheit immer wieder durch starke Zahlen aufgefallen war: Nun jedoch liefert der Online-Einzelhändler Amazon den bisherigen Höhepunkt der laufenden Quartalssaison – und das im negativen Sinne. Um in der Spitze 18 Dollar oder 15 Prozent brach die an der Technologiebörse Nasdaq gelistete Aktie im nachbörslichen Handel ein, ehe Schnäppchenjäger das Minus auf 11 Prozent oder 13 Dollar reduzierten. Was war passiert?

Wall Street-Erwartungen deutlich verfehlt: "Definitiv ein Rücksetzer"

Auf den ersten Blick tat Amazon das, was Anleger vom hoch bewerteten  Internet-Pionier von Quartal zu Quartal erwarten: Rekordzahlen vorlegen. Die Umsätze zogen im abgelaufenen Dreitmonatszeitraum zwischen April und Juni um stattliche 41 Prozent auf 6,57 Milliarden Dollar an, während die Gewinne gar um 71 Prozent auf 270 Millionen Dollar oder 45 Cent je Aktie explodierten.

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Doch ‚gut’ war an der Wall Street diesmal nicht gut genug: So hatte der Durchschnitt der befragten Analysten mit Gewinnen in Höhe von 54 Cent je Anteilsschein gerechnet – Amazon leistete sich damit die rare Verfehlung um fast 17 Prozent. Als Hauptursache für das Unterbieten der Wall Street-Prognose wird von Analysten der starke Dollar im zweiten Quartal genannt, der die Gewinne im Europa-Geschäft schmälerte.

"Das ist definitiv ein Rücksetzer", ordnete S&P-Analyst Michael Sours das Ergebnis in einer ersten Einschätzung ein. Allerdings könnte die Schwächephase schneller wieder behoben sein, als es der harte Einbruch der Aktie vermuten lässt: Die Umsatzschätzungen für das laufende dritte Quartal liegen mit 7,625 bis 6,9 Milliarden Dollar über den Wall Street-Erwartungen von 7,15 Milliarden Dollar.

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