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P7S1 steigert Umsatz um 9,6 Prozent

Gute Zeiten in München: Die ProSiebenSat.1 Group knüpft mit den aktuellen Quartalszahlen an das positive Ergebnis der ersten drei Monaten an. Wie der Konzern bekannt gab, wuchs der Umsatz um 9,6 Prozent auf 760,6 Mio. Euro. Das recurring EBITDA im zweiten Quartal 2010 verbesserte sich um 31,1 Prozent (62,6 Mio. Euro) auf 263,8 Mio. Euro. Auch der Gewinn nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter erhöhte sich trotz der N24-Einmaleffekte um mehr als die Hälfte (63,7 Prozent) auf 74,5 Mio. Euro.

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Das EBITDA nahm um 15,8 Prozent auf 205,4 Mio. Euro zu. Im Vorjahresquartal betrug dieser Wert noch 177,3 Mio. Euro. In der Unternehmensmitteilung heißt es, dass höhere Umsatzerlöse in allen Segmenten bei nahezu konstanten operativen Kosten zu einer signifikanten Steigerung der Ergebnisgrößen im zweiten Quartal 2010 geführt haben.
"Wir haben von der besseren Konjunkturlage profitiert und sind in nahezu allen Märkten auf Wachstumskurs", so Thomas Ebeling, Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Media AG. Dem Unternehmen sei es im deutschen Kernmarkt trotz der Fußball-WM gelungen, die Quotenerfolge der vergangene Monate zu kapitalisieren.
Bereinigt um Einmalaufwendungen von 58,6 Mio. Euro (Vorjahresquartal: 21,5 Mio. Euro) und Abschreibungen in Höhe von 37,9 Mio. Euro (Vorjahresquartal: 30,0 Mio Euro) betrugen die operativen Kosten 498,1 Mio. Euro. Damit konnte die ProSiebenSat.1 Group ihre operativen Kosten auf Vorjahresniveau von 495,7 Mio. Euro halten (+0,5%).
Im Rahmen der N24-Transaktion entstanden im zweiten Quartal 2010 Einmalaufwendungen und Wertminderungen in Höhe von insgesamt 54,9 Mio. Euro. Die operativen Kosten konnten nachhaltig durch die 2009 durchgeführte Verlagerung weiter Teile des Berliner Standortes nach München gesenkt werden. Mit dem N24-Verkauf im Juni 2010 verspricht sich der Konzern einen weiteren Schritt in Richtung Effizienzsteigerung.
Bezüglich der TV-Werbeeinnahmen konnte die ProSiebenSat.1 Group sowohl im deutschen Kernmarkt als auch in den skandinavischen sowie Benelux-Märkten ein Plus verzeichnen. Die externen Erlöse des Segments Free-TV im deutschsprachigen Raum erhöhten sich um 8,3 Prozent oder 35,1 Mio. Euro auf 459,7 Mio. Euro. Das recurring EBITDA verbesserte sich um 34,8 Prozent auf 171,6 Mio. Euro (Vorjahresquartal: 127,3 Mio. Euro). Der Umsatzbeitrag des internationalen TV-Segments wuchs um 10,7 Prozent auf 204,8 Mio. Euro (Vorjahresquartal: 185,0 Mio. Euro). Das recurring EBITDA legte ebenfalls zweistellig zu und erhöhte sich um 16,7 Prozent auf 65,0 Mio. Euro (Vorjahresquartal: 55,7 Mio. Euro).
Im Diversifikationssegment, in dem alle Geschäftsaktivitäten außerhalb des Kerngeschäfts werbefinanziertes Free-TV ausgewiesen werden, erzielte der Konzern mit 96,1 Mio. Euro ebenso ein deutliches Umsatzplus. Die Umsatzsteigerung um 14,0 Prozent bzw. 11,8 Mio. Euro ist unter anderem auf höhere Erlöse aus Onlinewerbung und der Musik-Sparte zurückzuführen. Die dynamische Umsatzentwicklung führte zu einem Wachstum des recurring EBITDA um 49,7 Prozent auf 27,4 Mio. Euro (Vorjahresquartal: 18,3 Mio. Euro).
Auch auf Halbjahressicht reflektiert das hohe Ergebniswachstum des Konzerns die Umsatzsteigerung bei nahezu konstanten operativen Kosten: Mit 1,419 Mrd. Euro übertraf der Konzernumsatz den Vorjahreswert um 7,4 Prozent oder 98,1 Mio. Euro. Die operativen Kosten betrugen 1,030 Mrd. Euro und lagen damit 0,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau von 1,032 Mrd. Euro. Das recurring EBITDA wuchs infolgedessen um 33,0 Prozent oder 97,4 Mio. Euro auf 392,4 Mio. Euro. Nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter betrug das Periodenergebnis 95,7 Mio. Euro. Damit hat sich der Periodenüberschuss, der im ersten Halbjahr 2009 bei 43,8 Mio. Euro lag, mehr als verdoppelt.
Die Netto-Finanzverschuldung belief sich zum 30. Juni dieses Jahres laut Unternehmensmitteilung auf 3,275 Mrd. Euro. Zum Vergleich: Zum 30. Juni des Vorjahres betrug sie noch 3,427 Mrd.  Euro. Die damit verbesserte Netto-Finanzverschuldung spiegelt auch die gute Liquiditätssituation des Konzerns wider: Die liquiden Mittel stiegen um 151,2 Mio. Euro (25,2 Prozent) auf 750,3 Mio. Euro.
Die positive Geschäftsentwicklung des ersten Halbjahres 2010 lässt für ProSiebenSat.1 einen positiven Ausblick für das Gesamtjahr zu."Wir sind gut in das dritte Quartal gestartet und blicken mit Optimismus auf die weitere Geschäftsentwicklung", so Ebeling. "Wir setzen unsere strategischen Ziele auch künftig konsequent um: starke TV-Programme entwickeln, neue Wachstumsmodelle initiieren sowie effizient und kostenbewusst managen." Auf Jahressicht erwartet die ProSiebenSat.1 Group ein deutliches Wachstum des recurring EBITDA gegenüber dem Vorjahr.

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