Alles neu beim Deutschen Fernsehpreis

Der Deutsche Fernsehpreis wird im 12. Jahr seines Bestehens reformiert. So gibt es in diesem Jahr u.a. ein weiter entwickeltes Kategoriensystem und erstmals einen eigenen Zuschauerpreis, über den im Internet abgestimmt werden kann. Darauf einigten sich die Stifter des Preises, die Chefs von ARD, ZDF, RTL und Sat.1. Zudem gibt es zwei neue Jury-Mitglieder: Wigald Boning und Autor Ralf Husmann. Als Jury-Vorsitzende dienen ab sofort Bettina Böttinger und Axel-Springer-Mann Christoph Keese.

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Die Jury besteht damit neben Böttinger, Keese, Boning und Husmann noch aus Schauspieler Tim Bergmann, TV-Spielfilm-Chefredakteur Lutz Carstens, Polyphon-Chefin Beatrice Kramm, Funkkorrespondenz-Chefredakteur Dieter Anschlag und Autorin Klaudia Wick. Die neu formierte Jury wird in diesem Jahr erstmals die Möglichkeit haben, "besondere Leistungen" in Information, Unterhaltung und fiktionalem Fernsehen auszuzeichnen. Dafür stehen drei neue Kategorien zur Verfügung.

Gestrichen wurden von den Stiftern des Preises, derzeit WDR-Intendantin Monika Piel, ZDF-Intendant Markus Schächter, RTL-Geschäftsführer Anke Schäferkordt und Sat.1-Chef, bzw. ProSiebenSat.1-Vorstand Andreas Bartl, hingegen einige Personen-Kategorien. So gibt es keine Preise mehr für die beste Regie, das beste Buch, die besten Schauspieler in Nebenrollen, die beste Kamera, Schnitt, Musik und die beste Ausstattung. Eine Entscheidung, die bei den vielen TV-Machern hinter den Kameras sicher für einigen Unmut sorgen wird. Insgesamt gibt es fortan 18 Kategorien, und zwar:

Bester Fernsehfilm 
Bester Mehrteiler 
Beste Serie
Beste Comedy
Beste Unterhaltungssendung Show
Beste Unterhaltungssendung Doku (AT)
Beste Informationssendung 
Beste Dokumentation
Beste Reportage
Beste Sportsendung
Bester Schauspieler 
Beste Schauspielerin
Besondere Leistung in der Fiktion
Besondere Leistung in der Unterhaltung
Besondere Leistung in der Information
Förderpreis
Publikumspreis
Ehrenpreis der Stifter

Über den neuen Publikumspreis dürfen die TV-Zuschauer im Internet abstimmen. Zur Wahl stehen dort aber nicht etwa die tatsächlich besten Sendungen des Jahres, sondern nur Formate einer bestimmten Kategorie, im ersten Jahr etwa Daily Soaps und Telenovelas. Ab dem 16. September wird eine Website unter www.meinelieblingssendung.de freigeschaltet – dort kann dann abgestimmt werden.

Auch der Abend der Verleihung selbst – der 9. Oktober – wird verändert. So fällt die Party im Anschluss an die Gala diesmal aus. Stattdessen gibt es ein festliches Gala-Dinner. Auch diese Entscheidung dürfte für Debatten sorgen, war die Party doch seit jeher ein gelungener Anlass mit vielen Leuten aus der Branche ins Gespräch zu kommen. Ob das im Rahmen eines Dinners ebenso stattfinden kann, erscheint fraglich. Der Fernsehpreis sorgt in diesem Jahr also schon vor Bekanntgabe der Nominierungen für Diskussionsbedarf.

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