KaufDa übernimmt DeutschlandCoupon

Sich selbst bezeichnet KaufDA als Anbieter für "standortbezogene Online-Dienstleistungen". De Facto bedroht das Start-up mit seiner Web-Plattform für Einzelhandelsprospekte eine wichtige Einnahmequelle vieler Regionalverlage. Nachdem die Telekom in die Web-Company investierte, setzten die Berliner nun ihren Expansionskurs fort und kaufen für einen nicht bekannten Betrag DeutschlandCoupon.de. Mit der Übernahme will KaufDA sein Angebot erweitern und neue Geschäftsfelder und Einnahmequellen erschließen.

Anzeige

"Mit dem Know-how von DeutschlandCoupon im Bereich des lokalen Web-Couponings erweitern wir unsere Führungsposition im Bereich der standortbezogenen Online-Dienstleistungen in Deutschland erheblich und können nun auch lokale Services für die Konsumgüter-Industrie und Service-Dienstleister anbieten", erklärt KaufDa-Geschäftsführer Christian Gaiser. Mit dem Deal kommt das Start-up seinen Ziel zur zentralen internetbasierten Anlaufstelle für lokale Angebote in Deutschland zu werden, "ein großes Stück näher".

Gegenüber MEEDIA erklärt Gaiser das Prinzip von DeutschlandCoupon. Auf dieser Plattform "können Verbraucher in Geschäften in ihrer Nähe Preis- und Service-Vorteile geniessen. Mit Rabatt-Codes und Print Coupons zum Ausdrucken wird lokales Shopping damit noch interessanter. Das komplette Angebot ist dabei kostenfrei und erfordert weder eine Anmeldung noch Mitgliedschaft."

Das Geschäftsmodell des Coupon-Portal unterscheidet sich fundamental von Groupon-Anbietern wie Citydeal. "Bei kaufDA Couponing geht es um den vorteilhaften Einkauf mit Coupons – bei Groupon um Gutscheine für die Freizeitgestaltung. Der Groupon-Markt bezieht sich also auf Gutscheine für Freizeitaktivitäten wie Wellness oder Restaurants und hat damit keine Überschneidungen mit kaufDA bzw. Deutschlandcoupon", erklärt Gaiser.

Der Service der von KaufDa funktioniert denkbar einfach. Die Händler schicken ihre Prospekte an die Plattform. Das Start-up stellt die Reklamezettel dann online und optimiert sie zudem noch für Google. Die Nutzer, die KaufDA.de ansteuern, bekommen direkt auf der Startseite alle Angebot aus ihrer Heimatstadt gezeigt. Dadurch ist die Seite selbst für unerfahrene Surfer leicht zu bedienen.

KaufDA gehört zu den typischen Web-Konzepten, die zu einem ernsthaften Rivalen für regionale Verlage werden könnten. Denn noch ist das Geschäft mit der Produktion und dem Vertrieb von Reklamebeilagen ein wichtiger Faktor in der Kalkulation vieler lokaler Medienhäuser. Noch wiegelt Gaiser in einem Interview mit MEEDIA jedoch noch ab: „Wir sind keine Konkurrenz zu Print, sondern eine Ergänzung.“

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige