Bitkom: Nicht alles ist billiger im Netz

Der Einkauf im Netz muss nicht unbedingt billiger sein als im Geschäft. Diese Aussage erstaunt insofern, dass sie vom Branchenverband Bitkom kommt, der u.a. die Interessen vieler Online-Händler vertritt. Bei der Kaufentscheidung sollten neben Preis und guter Beratung, Lieferzeit, Versandkosten und Service-Leistungen bedacht werden, rät der Verband. Das Ergebnis einer Bitkom-Umfrage ist trotzdem: Mehr Menschen informieren sich online und kaufen anschließend im Laden als andersherum.

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Laut der Studie informieren sich 79 Prozent der Kunden zunächst im Netz, kaufen dann allerdings im Laden. Die wichtigste Informationsquelle sind dabei die Webseiten der Händler und Hersteller. Dort erkundigen sich 47 Prozent der Befragten. Es folgen mit je 41 Prozent Preisvergleichsportale und Testberichte in Online-Medien. Blogs und Foren nutzen hingegen nur 9 Prozent als Shopping-Hilfe.
„Eine große Rolle bei der Kaufentscheidung spielen inzwischen die Erfahrungen anderer Kunden“, so Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer. Fast die Hälfte der Befragten liest vor dem Einkauf Bewertungen anderer Käufer und jeder Dritte gibt an, dass User-Kommentare seine Kaufentscheidung direkt beeinflussen. Ein Fünftel wird selbst aktiv und schreibt Bewertungen zu Produkten und Dienstleistungen.
Mehr als zwei Drittel aller Internet-Nutzer (68 Prozent) informieren sich der repräsentativen Umfrage zufolge hingegen lieber zuerst im Geschäft über ein Produkt. "Viele Verbraucher schätzen die persönliche Beratung oder wollen die Produkte vor der Anschaffung zunächst sehen und ausprobieren. Der Kauf erfolgt zum Leidwesen des stationären Fachhandels in vielen Fällen aber online", erklärt Scheer.
Ein Grund für den Einkauf im Internet sei die verbreitete Annahme, dass im Web alles billiger ist. Scheer betont: "Online-Shopping ist nicht grundsätzlich günstiger als der stationäre Einzelhandel."

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