11 Freunde bitten zur Online-Blattkritik

Das Magazin für Fußball-Kultur befragt seine Leser: Die Redaktion der 11 Freunde hat seine Leser zu einer öffentlichen Online-Blattkritik via Homepage eingeladen. Für eine halbe Stunde stellte sich die Mannschaft im Chat den Fragen und Kritikpunkten ihrer der Nutzer. Der Chat ist mittlerweile nicht mehr online, dennoch hält Vize-Chefredakteur Tim Jürgens das Experiment für gelungen: "Wir haben äußerst aufmerksame Leser."

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"Das Fan-nahe des Heftes, das 11 Freunde ausmacht, wollen wir auch auf unsere Leser übertragen", erklärt Jürgens die Idee zur Online-Kritik zum aktuellen Sonderheft zur Bundesligasaison 2010/11: "Wir stehen hier auf Augenhöhe, bitte sagt uns, was euch gefällt". Es ginge bei der Blattkritik nicht um klassische Leserbindung, sondern um einen direkten Zugang: Was wünschen sich die Leser mehr, welche Geschichten wollen sie lesen, welche Themen sind weniger gefragt?
"Um 11 brechen hier die interaktiven Zeiten an", freute sich ein Nutzer im Vorfeld der Aktion. Dagegen hatten andere Schwierigkeiten damit, bis zur öffentlichen Heftkritik das am vorigen Donnerstag erschienene Magazin komplett zu lesen: "Ich hatte, als ich das las, sofort das Gefühl, meine Hausaufgaben nicht gemacht zu haben."
Allerdings war die Ausbeute bei der Premiere noch nicht sehr ergiebig, der Chat ist mittlerweile offline. "Die Leute, die sonst gerne draufhauen, haben sich nicht zu Wort gemeldet", resümiert Jürgens. Allerdings konnten die Redakteure einige Fragen beantworten und Flüchtigkeitsfehler rechtfertigen. Ohnehin seien die einzelnen Autoren bei den Lesern sehr präsent, sei es durch den legendären Live-Ticker, oder durch ihre Geschichten fürs Heft.

Noch kämpft die Redaktion mit der hohen Geschwindigkeit des Netzes, die die Beantwortung der vielen Fragen innerhalb einer halben Stunde fast unmöglich macht. In Zukunft wollen die Redakteure ihren Lesern mehr Vorlauf geben und die Blattkritik dann auf spezielle Themen fokussieren, um sich stärker auf einzelne Aspekte zu konzentrieren.

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