Zeitschriften-Werbemarkt bleibt im Minus

Auch der Juli hat dem Anzeigengeschäft der Publikumszeitschriftenverlage keinen Aufschwung beschert. Wie die neuesten Zahlen der Zentralen Anzeigenstatistik (ZAS) des VDZ zeigen, liegt der Markt nach dem Juli 0,36% unter dem Vorjahr, nach dem Juni betrug das Minus 0,34%, es gab also nahezu keine Änderung. Größter Gewinner des bisherigen Jahres bleibt nach Anzeigenseiten gerechnet Schöner Wohnen, größter Verlierer ist nach dem Juni nun nicht mehr die c't, sondern Jolie.

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Unter den 20 laut Nielsen werbeumsatzstärksten Titeln bleibt größtenteils alles beim Alten. Keine der Zeitschriften fiel aus dem Plus ins Minus oder sprang aus dem Minus ins Plus. Bei den meisten Magazinen ging es im Vergleich zum Vormonat allerdings ein wenig nach unten, Titel wie auto motor und sport, Wirtschaftswoche und InStyle verbesserten sich aber. Größter prozentualer Gewinner im Vergleich zum Vorjahr ist das Supplement rtv mit einem Plus von 14,0%, dahinter folgen die Bild am Sonntag (+11,3%) und die Gala (+9,9%). Die roten Zahlen sind vor allem beim Programmie-Trio TV Digital (-12,3%), TV Movie (-6,5%) und TV Spielfilm (-6,0%) besonders dick.

Insgesamt größter Gewinner gegenüber dem Vorjahr bleibt wie angedeutet Schöner Wohnen. 270,42 Anzeigenseiten kamen zusätzlich auf das Konto des Magazins – ein Plus von satten 65,7%. Auf den weiteren Plätzen des Aufsteiger-Rankings finden sich myself und IT-Business, neu in der Top Ten dabei sind Elle und die Bild am Sonntag.

Das Verlierer-Ranking wird nun vom Frauenmagazin Jolie angeführt. Mit einem Verlust von 68,66 Anzeigenseiten oder 25,1% überholte der Titel den Vormonats-Führenden c’t. Neu dabei sind unter den größten Verlierern Readers Digest und Chip, herausgefallen aus der unerfreulichen Liste sind Cicero und der Oldtimer Markt.

Wie immer muss zu den ZAS-Zahlen angemerkt werden, dass es sich um eine reine Zählung der gedruckten Anzeigenseiten handelt. Eventuelle Eigenanzeigen, unbezahlte Austauschgeschäfte, etc. werden als bezahlte Reklame gewertet. Ein wichtiger Indikator für die Entwicklung in der Branche sind die Zahlen dennoch.

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