Sachsen-Sumpf: Staatsanwalt fordert Geldstrafen

Im Dresdner Prozess gegen zwei Leipziger Journalisten um die sogenannte Sachsen-Sumpf-Affäre hat die Staatsanwaltschaft Geldstrafen in Höhe von 6.000 Euro wegen falscher, ehrverletzender Tatsachenbehauptungen, übler Nachrede und Verleumdung gefordert. Die Anwälte forderten vor dem Dresdner Amtsgericht dagegen Freisprüche.

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Die Verteidiger der beiden freien Journalisten Arndt Ginzel und Thomas Datt rügten das Verfahren zugleich als "massiven Eingriff in die Pressefreiheit". Zuvor hatten schon der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) und Reporter ohne Grenzen (ROG)  Freisprüche für die Angeklagten gefordert und das Verfahren als Einschüchterungsversuch gegen investigativ recherchierende Journalisten gewertet.
Gegenstand der Anklage sind Artikel der beiden Journalisten zum "Sachsen-Sumpf", die 2008 im Spiegel und bei Zeit Online erschienen sind. Darin berichteten sie über eine mögliche Korruptionsaffäre, in der es auch um eventuelle Verstrickungen ranghoher sächsischer Justizvertreter in Leipzigs Rotlicht-Szene geht. Ginzel und Datt waren Autoren des Zeit Online-Berichts und an dem Spiegel-Artikel als Co-Autoren beteiligt.
Das Urteil wird Mitte August erwartet.

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