OLG setzt Kachelmann auf freien Fuß

Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat der Haftbeschwerde des ARD-Wettermoderators Jörg Kachelmann stattgegeben. er wurde aus der seit 20. März andauernden Untersuchungshaft entlassen und ist mittlerweile auf freiem Fuß. Vor kurzem noch hatte das Landgericht Mannheim einen Antrag Kachelmanns auf Haftentlassung als unbegründet abgelehnt. Das OLG sieht dagegen keinen dringenden Tatverdacht mehr. Kachelmann wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, seine ehemalige Freundin vergewaltigt zu haben.

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Kachelmann wurde nach seiner Rückkehr von den Olympischen Winterspielen in Vancouver am 20. März verhaftet und in Untersuchungshaft gesteckt. Kachelmann beteuert seine Unschuld, seine ehemalige Freundin bleibt bei ihren Vergewaltigungs-Vorwürfen. Zwischenzeitlich gab es einige Gutachten, die Zweifel an der Darstellung der Ex-Freundin nährten. Andere Gutachten wiederum stützten deren Aussagen.
Laut dem OLG Karlsruhe steht in dem Fall "Aussage gegen Aussage". Bei dem mutmaßlichen Opfer könne zudem nicht ausgeschlossen werden, dass "Bestrafungs- und Falschbelastungsmotive" vorliegen. Das ist eine Ohrfeige für die Mannheimer Richter, die bisher den dringendenTatverdacht gegen Kachelmann noch für begründet hielten. Kachelmanns Anwalt Reinhard Birkenstock sagte vor der Presse: "Ich bin nicht dazu da, Vorwürfe zu machen. Ich bin Strafverteidiger, mein Beruf ist es, ungerecht einsitzende Gefangene aus der Untersuchungshaft zu holen und das ist uns heute Gott sei Dank gelungen." Der Prozess gegen Kachelmann beginnt am 6. September vor dem Mannheimer Landgericht.

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