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US-Regierung: iPhone-„Jailbreaks“ sind legal

Die für Urheberrechtsfragen zuständige Regierungsbehörde in den USA hat überraschend "Jailbreaks" für legal erklärt, mit denen Smartphones und andere Geräte für nicht freigegebene Software von Drittanbietern geöffnet werden. Während sich freie Softwareentwickler freuen, stößt die Lockerung vor allem bei Apple auf Unzufriedenheit, da nun auch Apps ohne die Zustimmung des Computerkonzerns installiert werden können. Apple kritisiert, dass die Geräte dadurch instabil und unzuverlässig werden.

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Die US-Regierung prüft alle drei Jahre mögliche Ausnahmen vom 1998 verabschiedeten Digital Millennium Copyright Act (DMCA), der unter anderem das Umgehen von Hardware-Sperren und Kopierschutzverfahren verbietet. Auf Antrag der Electronic Frontier Foundation (EFF) hat die Behörde nun vor allem Apples Firmenpolitik die Basis entzogen.
Der Computerkonzern profitiert insbesondere von seinem App-Angebot, das bisher nur für konzerneigene Geräte zugänglich war. Der Konzern begründet sein rigides Vorgehen damit, dass man die Nutzer von Apple-Produkten vor schadhafter Software und Betrug schützen wolle.
Die Neufassung des Gesetzes erlaubt nun auch die Umgehung der E-Book-Sperre. Demnach können die Geräte nun so verändert werden, dass sie auch für Blinde nutzbar sind. Eine weitere Lockerung sieht das DMCA bei dem Kopierschutz für DVDs vor, die im Bildungsbereich eingesetzt werden. Darüber hinaus ist es nun legal, kopiergeschützte Videospiele, die Forschungs- und Testzwecken dienen, zu vervielfältigen.
Inwieweit "Jailbreaks" bislang tatsächlich illegal waren, ist in den USA juristisch umstritten. Fortan wird Apple zum Schutz der eigenen Exklusiv-Geschäfte aber nur noch darauf verweisen können, dass bei einer Änderung des Systems Garantieansprüche verfallen.

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